Anzeige
7. November 2018, 14:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gutachten: Bestellerprinzip macht Hauskauf teurer statt billiger

Auch beim Verkauf von Immobilien soll nach den Plänen von Justizministerin Katarina Barley bald der Auftraggeber den Makler bezahlen. Ein Gutachten im Auftrag des Rings Deutscher Makler kommt zu dem Schluss, dass dies den Hauskauf nicht billiger sondern teurer machen wird.

Haus-Steuer in Gutachten: Bestellerprinzip macht Hauskauf teurer statt billiger

Bisher wird die Maklercourtage beim Verkauf eine Immobilie meist vom Käufer getragen.

Die Einführung des sogenannten Bestellerprinzips werde nicht so wirken, wie Justizministerin Katarina Barley (SPD) erwarte, heißt es in einem Gutachten für den Ring Deutscher Makler, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Es sei vielmehr zu erwarten, dass der Verkäufer die Maklerkosten dann in den Kaufpreis einkalkuliere. Steigt der Kaufpreis, falle aber auch mehr Grunderwerbssteuer an. Letztlich würde der Käufer damit draufzahlen.

Entlastung der Käufer erhofft

Barley hatte angekündigt, das Bestellerprinzip für den Immobilienverkauf rasch einzuführen. Sie erwartet dadurch eine spürbare Entlastung der Käufer, da meist der Verkäufer den Makler beauftrage. Maklergebühren stünden gerade in Gegenden mit angespanntem Wohnungsmarkt in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung. Am Mittwoch wollte sich Staatssekretär Gerd Billen mit Vertretern der Immobilienwirtschaft treffen.

Bei der Vermietung von Wohnungen gilt bereits das Bestellerprinzip: Der Vermieter muss den Makler selbst zahlen, wenn er ihn beauftragt. Das funktioniere, da die Höhe der Miete nicht marktwirtschaftlichen Regeln, sondern dem sozialen Mietrecht unterliege, heißt es in dem Gutachten einer Münchner Kanzlei. Der Vermieter könne in Gebieten mit hoher Nachfrage wegen der Mietpreisbremse nicht beliebig viel verlangen und daher die Maklerkosten nicht einfach umlegen. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeder zweite Versicherer Opfer von Cyber-Kriminalität

Die Fälle von Cybercrime in der Versicherungsbranche häufen sich. Mehr als jeder zweite Versicherer (53 Prozent) war in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal Opfer von Cybercrime. Das ist ein Zuwachs um 19 Prozent im Vergleich zu 2016 und deutlich höher als in anderen Branchen (46 Prozent im Schnitt). Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Sonderauswertung der Studie „Wirtschaftskriminalität 2018“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 

mehr ...

Immobilien

Zusätzlicher Investor für Frankfurt Airport Center

Die Erwe Immobilien AG, Frankfurt am Main, wird sich neben ihrem laufenden Auftrag zur Projektentwicklung und Projektsteuerung nun am Frankfurt Airport Center (FAC) direkt beteiligen.

mehr ...

Investmentfonds

Buffett steigt bei JPMorgan ein – Aktien für vier Milliarden Dollar

Staranleger Warren Buffett ist mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway in großem Stil bei der größten US-Bank JPMorgan eingestiegen. Im dritten Quartal wurden mehr als 35 Millionen Aktien des Geldhauses gekauft.

mehr ...

Berater

Mia ham Streit: Kampf ums “Bayerische”

Darf sich die Bayerische Beamtenversicherung schlicht “Die Bayerische” nennen? Aus Sicht der Versicherungskammer Bayern, dem bundesweit größten öffentlichen Versicherer, führt das private Unternehmen Verbraucher damit in die Irre.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erste Ausschüttung schon im Jahr drei

Der PERE Fund I der Deutschen Finance Group, der zusammen mit institutionellen Investoren global in Immobilienprojekte investiert, wird seine erste Ausschüttung schon im dritten Jahr nach Platzierungsende vornehmen. Grund ist ein frühzeitiger Exit eines Zielfonds.

mehr ...

Recht

Et hätt noch immer jot jejange: Wirtschaft unvorbereitet auf Brexit

Laut Theresa May ist der Gordische Knoten bei den Brexit-Verhandlungen durchschlagen. Ob der Kompromiss das britische Parlament passiert, darf bezweifelt werden, bringen sich doch Mays Gegner bereits in Position.

mehr ...