Immobilienkonzern Alstria Office erwartet Umsatz- und Gewinnrückgang

Der Immobilienkonzern Alstria Office hat im vergangenen Jahr trotz rückläufiger Umsätze sein operatives Ergebnis dank geringerer Finanzierungskosten fast stabil gehalten.

Der Mangel an sicheren Anlagealternativen belebt auch weiterhin Investments in Gewerbeimmobilien.
Alstria ordnet sein Portfolio schon länger neu und trennt sich von strategisch nicht passenden Liegenschaften.

Der Immobilienkonzern Alstria Office hat im vergangenen Jahr trotz rückläufiger Umsätze sein operatives Ergebnis dank geringerer Finanzierungskosten fast stabil gehalten.

Für das laufende Jahr rechnet Alstria allerdings mit weiteren Rückgängen bei Umsatz und operativem Ergebnis, wie der Konzern am späten Donnerstagabend in Hamburg mitteilte.

Der Umsatz soll 187 Millionen Euro erreichen, für das operative Ergebnis (FFO) nach Minderheitsanteilen (FFO) peilt das Management 110 Millionen Euro an. Alstria begründete dies erneut unter anderem mit Immobilienverkäufen im Jahr 2017.

Portfolio kann durch gezielte Zukäufe wachsen

Die Aktie gab im Mittagshandel in einem insgesamt sehr schwachen Marktumfeld um mehr als zwei Prozent auf 11,80 Euro nach. Seit Jahresanfang hat das Immobilien-Papier nach einem zwischenzeitlichen Hoch von 13,38 Euro Ende Januar mehr als sieben Prozent verloren.

Mieteinnahmen und operatives Ergebnis FFO hätten seine Erwartungen erfüllt, aber etwas über den Zielen des Unternehmens und Analysten-Konsens gelegen, schrieb Andreas Pläsier von Warburg Research.

Den Ausblick für das laufende Jahr hält hingegen Analyst Kai Klose von der Berenberg Bank für konservativ, denn das Alstria-Portfolio könne durch gezielte Zukäufe wachsen. Auch Thomas Rothaeusler vom Analysehaus Jefferies sieht Aufwärtsmöglichkeiten aufgrund einer besseren operativen Entwicklung.

Fokus auf große Standorte Deutschlands

2017 sanken die Umsätze im Jahresvergleich um 4,4 Prozent auf 193,7 Millionen Euro. Der Rückgang resultiere aus dem Verkauf von Immobilien in früheren Geschäftsjahren.

Alstria ordnet sein Portfolio schon länger neu und trennt sich von strategisch nicht passenden Liegenschaften. Das Unternehmen will sich auf Büroimmobilien in den großen deutschen Zentren konzentrieren.

Das operative Ergebnis (FFO) nach Minderheitsanteilen sank im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 113,8 Millionen Euro. Bei der Marge erreichte Alstria auch dank der gesunkenen Finanzierungskosten einen Rekordwert.

Bewertungsgewinne des Immobilienportfolios sorgten beim Nettoergebnis für einen Sprung um gut zwei Drittel auf 297 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen mit 0,52 Euro je Aktie eine stabile Dividende erhalten. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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