Anzeige
15. Januar 2018, 14:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Welchen Kurs schlagen EZB und Fed in 2018 ein?

Während die Baufinanzierungszinsen ruhig ins neue Jahr gestartet sind, diskutiert der Markt über den geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) für die kommenden Monate. Der Maklerpool Qualitypool wagt einen Ausblick.

Bonitaet-haffner in Welchen Kurs schlagen EZB und Fed in 2018 ein?

Jörg Haffner, Qualitypool: “Seit Ende November sind die Bestzinsen für zehnjährige Hypothekendarlehen unverändert geblieben.”

Verschiedene EZB-Mitglieder haben sich zum Jahreswechsel aus der Deckung gewagt und verkündet, dass die Anleihenkäufe der Zentralbank ihrer Meinung nach nicht verlängert werden müssen.

Zur Erinnerung: Das aktuelle – bereits abgespeckte − Anleihenkaufprogramm läuft seit Beginn des Jahres bis Ende September. Ab Oktober könnte die EZB also keine zusätzlichen Anleihen mehr kaufen und ihren billionenschweren Wertpapierbestand nicht weiter vergrößern.

EZB-Präsident Mario Draghi hat sich bisher nicht auf ein Ende des Programms festgelegt. Es ist nachvollziehbar, dass Draghi eine definitive Aussage bisher vermeidet, obwohl sich die Konjunktur in der Eurozone positiv entwickelt.

Risikofaktoren Inflation und Eurokurs

Denn es bleiben die bekannten Risikofaktoren, allen voran die Inflation: In Deutschland ist sie mit voraussichtlich 1,7 Prozent im Dezember weiter relativ nahe am EZB-Ziel von 2,0 Prozent. Die Verbraucherpreise der gesamten Eurozone bleiben aber deutlich davon entfernt (vorläufig 1,4 Prozent im Dezember).

Auch die Entwicklung des Eurokurses gegenüber dem Dollar kann der EZB nicht schmecken. Dauerhaft könnten die Exporte unter dem starken Euro leiden. Die nächste Sitzung des geldpolitischen EZB-Rats findet am 25. Januar statt.

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve tagt zum nächsten Mal am 30. und 31. Januar. Die US-Notenbank fährt bekanntlich einen offensiveren Kurs als die EZB und wird diesen im neuen Jahr voraussichtlich fortsetzen. Es wird – auch von Fed-Mitgliedern – für 2018 mit drei weiteren Zinsschritten gerechnet, die auch einen Einfluss auf die Zinslandschaft in der Eurozone haben dürften.

Entwicklung der Baufinanzierungszinsen

Seit Ende November sind die Bestzinsen für zehnjährige Hypothekendarlehen unverändert geblieben. Anfang Januar lagen sie weiterhin minimal über einem Prozent.

„Bereits seit Oktober sind kaum noch Schwankungen erkennbar. Unter dem Strich bewegten sich die zehnjährigen Zinsbindungen in den letzten drei Monaten gerade mal um zehn Basispunkte“, erläutert Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH.

Die Bestzinsen für 15-jährige Baufinanzierungen sanken Ende Dezember leicht auf 1,43 Prozent und behielten diesen Kurs bis Anfang Januar bei. „Die 15-jährigen Zinsbindungen sind um acht Basispunkte günstiger geworden. Auch hier herrscht also kaum Volatilität. Schwankungen bei den Refinanzierungskosten sind nicht sehr groß und werden häufig von den Banken abgefedert, so dass die Kundenkonditionen aktuell keinen relevanten Schwankungen unterliegen.“

Ruhiger Jahresstart

Haffner fährt fort: „Der Anleihen- und der Zinsmarkt sind auch nach dem US-Entscheid ‚cool‘ geblieben. Die Zinserhöhung im Dezember war in dieser Form erwartet worden.“ Nun sei davon auszugehen, dass die Zentralbanken ruhig ins neue Jahr starten.

Der nächste Zinsschritt in den USA erfolge voraussichtlich erst im Frühjahr, und bei der EZB seien vorerst keine weiteren geldpolitischen Maßnahmen absehbar. „Ein Szenario, das in der Vergangenheit für ein stabiles bis leicht rückläufiges Zinsniveau gesorgt hat“, so Haffner.

Text und Foto: Qualitypool

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

Arbeitskraftabsicherung: Das große Paradoxon

Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Flexibilität, Bereitschaft zu lebenslangem Lernen und eine robuste Gesundheit sind wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben. Eine aktuelle Studie von Gothaer und F.A.Z.-Institut zeigt nun, wie groß bei den Bürgern die Ängste sind, beruflich ins Aus zu geraten.

mehr ...

Immobilien

Kräftiges Auftragsplus für die Baubranche im Juli

Die Auftragsbücher der Baufirmen in Deutschland sind weiter gut gefüllt. Im Juli des laufenden Jahres verzeichnete das Bauhauptgewerbe real – also in konstanten Preisen – 2,7 Prozent mehr Bestellungen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

mehr ...

Investmentfonds

DJE Kapital erweitert Vorstand

Thorsten Schrieber (53) wird zum 1. Oktober dieses Jahres Mitglied des Vorstands des Pullacher Vermögensverwalters DJE Kapital AG. Damit erweitert er das DJE-Management-Team, bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Jens Ehrhardt, dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Jan Ehrhardt, Dr. Ulrich Kaffarnik sowie Peter Schmitz.

mehr ...

Berater

Data Science Experten als Rückgrat der Finanzrevolution

Billy Beane und Peter Brand waren es, die in den “Moneyball Years“ die Major League Baseball nachhaltig auf den Kopf stellten, indem sie Sportler-Daten in bislang unbekanntem Ausmaß sammelten und analysierten. Auch in der Finanzindustrie spielen Data Science Experten eine Schlüsselrolle.

Gastbeitrag von Alexander Schlomberg und Arne Hosemann, Expertlead

mehr ...

Sachwertanlagen

Kitas für die Zahnarzt-Renten

Die Kölner Omega Immobilien Kapitalverwaltungs AG hat einen geschlossenen Spezial-AIF aufgelegt, der mit einem Investitionsvolumen von rund 55 Millionen Euro in Kindertagesstätten (Kitas) im Rheinland investiert. Der Fonds hat nur einen einzigen Anleger.

mehr ...

Recht

Plausibilitätsprüfung! Unbegrenztes Haftungsrisiko für Vermittler?

Anlagevermittler sehen sich vor Gericht nicht selten dem Vorwurf ausgesetzt, sie hätten die Plausibilität des Prospekts nicht geprüft. Wo sind die Grenzen und wie können Vermittler Pflichten reduzieren?

mehr ...