Anzeige
Anzeige
25. Juni 2018, 13:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Stadt München fordert Werbe-Verbot für illegale Ferienwohnungen

Im Kampf gegen die Wohnungsnot in der bayerischen Landeshauptstadt will die Stadtverwaltung Online-Plattformen wie Airbnb ins Visier nehmen. Das sagte eine Sprecherin des Sozialreferats der Deutschen Presse-Agentur.

Stadt München fordert Werbe-Verbot für illegale Ferienwohnungen

Im vergangenen Jahr gab es laut Sozialreferat bei knapp 1000 Wohnungen einen begründeten Anfangsverdacht der Zweckentfremdung.

Die Behörde fordere härtere Gesetze, damit auch die Werbung und das Anbieten von zweckentfremdeten Wohnungen als illegal gelten, sagte die Sprecherin.

Angesichts des knappen Wohnraums in München “ist es nicht akzeptabel”, wenn dringend benötigte Wohnungen als Ferienwohnungen an Touristen vermietet würden.

Außerdem sollten Betreiber von Plattformen und Vermittler gezwungen werden, Angebote auf ihren Seiten zu löschen, wenn es zweckentfremdete Wohnungen seien.

Etwa eintausend Anfangsverdächte

Diese Forderungen habe das Referat auch schon im vergangenen Jahr im Zuge einer entsprechenden Gesetzesänderung auf Landesebene gestellt, so die Sprecherin.

Im vergangenen Jahr gab es nach Zahlen des Sozialreferats knapp 1.000 Wohnungen, bei denen es einen begründeten Anfangsverdacht der Zweckentfremdung gab.

Davon sprechen die Behörden, wenn Eigentümer ihre Wohnungen länger als acht Wochen an Urlauber vermieten. Genaue Zahlen könne die Stadt aber nicht erheben und sei deswegen auf Erhebungen der Angebote im Internet angewiesen, erklärte die Sprecherin.

Stadt sieht sich auf gutem Weg

2017 seien 298 bis dahin zweckentfremdete Wohnungen wieder dem freien Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt worden – sie sind also wieder von dauerhaften Mietern bewohnt.

Die Stadt sieht sich mit ihrem Kampf gegen Zweckentfremdung auf einem guten Weg. 2017 habe es 92 erfolgreiche Gerichtsverfahren gegen Eigentümer gegeben, 2016 waren es noch 22.

Das zeige, dass die Behörden rechtlich auf der sicheren Seite seien und jetzt noch schneller vorgehen könnten, sagte die Sprecherin des Sozialreferats. Insgesamt verlangte die Stadt nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr Bußgelder in Höhe von 851.110 Euro von Eigentümern.

Airbnb im Austausch mit München

Airbnb teilte mit, seine Nutzer aktiv über die rechtlichen Bestimmungen einer zeitweisen Vermietung von Wohnraum in München zu informieren.

“Zudem sind wir im Austausch mit der Stadt München, weil wir zu Rahmenbedingungen beitragen wollen, die sowohl den veränderten Lebensgewohnheiten der Menschen als auch dem weltoffenen Charakter der Stadt gerecht werden”, erklärte ein Sprecher.

Mehr als 230.000 Urlauber hatten nach Unternehmensangaben im vergangenen Jahr eine Unterkunft in München über die Plattform gefunden. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Ferienimmobilien:

Ferienhausbranche auf Wachstumskurs

So viel kostet das Wohnen in deutschen Urlaubsregionen

Ferienimmobilien: Diese Standorte in Europa lohnen sich

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Dieselchaos & Fahrverbote: Das müssen Sie wissen

Die Deutsche Umwelthilfe klagt aktuell in vier weiteren Städten in Nordrhein-Westfalen, bundesweit sind es nun 34. Was Autofahrer rund um Feinstaubplaketten und Fahrverbote wissen sollten.

mehr ...

Immobilien

Boom: Fast 50.000 Anträge auf Baukindergeld in drei Monaten

Drei Monate nach der Einführung des Baukindergelds haben bereits 47.741 Familien in Deutschland die Leistung beantragt, die sie beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen soll.

mehr ...

Investmentfonds

So rüsten Sie Ihr Portfolio für 2019

Die unabhängigen Vermögensverwalter bleiben vorsichtig optimistisch für Börsenjahr 2019. Universal-Investment hat in seiner Umfrage Vermögensverwalter nach ihren Prognosen für unterschiedliche Märkte gefragt sowie der optimalen Streuung des Portfolios auf unterschiedliche Assetklassen und Anlageregionen. Das sind die Ergebnisse:

mehr ...

Berater

Audit only firms – Lösung oder Irrweg?

Ausgehend von den jüngsten Bilanzskandalen in England mehren sich in der Wirtschaftspresse und im Berufsstand die Hinweise, dass eine neue Regulierungsrunde für die Abschlussprüfung bevorstehen könnte.

Gastbeitrag von Professor Dr. W. Edelfried Schneider

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT bringt Private Equity Dachfonds für betuchte Anleger

Die BVT Unternehmensgruppe, München, legt einen weiteren Private Equity Spezialfonds auf. Der alternative Investmentfonds (AIF) richtet sich mit einer Beteiligungshöhe ab 200.000 Euro ausschließlich an semiprofessionelle und professionelle Anleger.

mehr ...

Recht

Langfinger auf dem Weihnachtsmarkt: So schützen Sie sich vor Taschendieben


Alle Jahre wieder – ist die Weihnachtszeit auch die Hochsaison für Taschendiebe. Auf gut besuchten Weihnachtsmärkten und in vollen Innenstädten haben Trickdiebe oft leichtes Spiel. Was Sie tun können, damit nichts passiert, und wie Sie reagieren sollten, wenn Sie bestohlen werden, erklären die Sicherheits-Experten der Arag.

mehr ...