24. September 2018, 13:43
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Steuerbonus: Bund rechnet mit 600.000 neuen Wohnungen

Mit dem Extra-Steuerbonus für Mietwohnungen werden nach Einschätzung des Innenministeriums rund 600.000 neue Wohnungen gefördert. Er gehört zu den Maßnahmen, mit denen der Wohnungsbau angekurbelt werden soll. Wer die Förderung erhalten will, muss allerdings bestimmte Kriterien erfüllen.

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Die Bundesregierung hat in der vergangenen Woche die Einführung einer Sonder-AfA beschlossen.

Der Steuerbonus soll die Entstehung von mehr Mietwohnungen fördern. Er kommt auch Privatanlegern zugute, die eine Neubauwohnung erwerben und vermieten.

Durch die Maßnahme rechnet der Bund mit Steuer-Mindereinnahmen von 3,9 Milliarden bis 2028. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine schriftliche Frage der stellvertretenden Linken-Fraktionsvorsitzenden Caren Lay hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das Bundeskabinett hat die Sonder-AfA am Mittwoch beschlossen, um den Bau bezahlbarer Mietwohnungen stärker zu fördern. Dafür will der Bund zusätzlich zur normalen Abschreibung für vier Jahre eine Sonderabschreibung von jährlich fünf Prozent gewähren.

Wohnung muss mindestens zehn Jahre vermietet werden

Der Bonus soll für Bauanträge zwischen dem 31. August 2018 und Ende 2021 gelten. Die Wohnung muss mindestens zehn Jahre vermietet werden, und die Kauf- und Baukosten dürfen nicht mehr als 3.000 Euro pro Quadratmeter betragen. So soll verhindert werden, dass auch Investoren im gehobenen Segment noch Steuerboni kassieren.

Lay nannte den Steuerbonus ein “Geschenk an die Bau- und Immobilienlobby”, da die Regelung keine Mietobergrenze vorsieht. “Das Geld wäre für eine zielgerichtete Förderung des Sozialen Wohnungsbaus besser eingesetzt”, so Lay. “Statt die Kommunen mit Steuerausfällen zu belasten, brauchen wir ein öffentliches Wohnungsbauprogramm, um bezahlbare Gemeindewohnungen nach Wiener Vorbild zu bauen.” In der österreichischen Hauptstadt gibt es rund 220.000 Gemeindewohnungen in öffentlicher Hand mit günstigen Mieten und unbefristeten Mietverträgen. (dpa-AFX / bk)

Foto: Shutterstock

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