14. September 2018, 07:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Türkei erlaubt Immobilien- und Transportgeschäfte nur noch in Lira

Die Türkei stemmt sich vehement gegen den Wertverfall der heimischen Währung. Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Dekret des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan sollen Geschäftsverträge nur noch in türkischer Lira abgeschlossen werden.

Türkei erlaubt Immobilien- und Transportgeschäfte nur noch in Lira

Zuletzt hatte es wegen des enormen Kursverfalls der türkischen Lira eine starke Nachfrage aus dem Ausland nach Immobilien in der Türkei gegeben.

Die neue Maßnahme umfasst zahlreiche Bereiche des Geschäftslebens. Außerdem legt das Dekret fest, dass jeder auf eine Fremdwährung lautende Geschäftsvertrag innerhalb von 30 Tagen auf Lira umgestellt werden muss.

Wie aus dem Dekret weiter hervorgeht, sind alle Arten von Immobiliengeschäften, darunter auch Mieten, betroffen. Zuletzt hatte es wegen des enormen Kursverfalls der türkischen Lira eine starke Nachfrage aus dem Ausland nach Immobilien in der Türkei gegeben.

Darüber hinaus sind auch Verträge aus dem Transportbereich und Finanzdienstleistungen sowie weitere Vertragsarten betroffen. Mit der weitreichenden Maßnahme reagiert Erdogan auf den jüngsten massiven Kursverfall der heimischen Währung.

Starke Zinsanhebung erwartet

Zuletzt hatte sich die türkische Lira zwar wieder etwas stabilisieren können, allerdings hat die Währung seit Beginn des Jahres etwa 40 Prozent an Wert verloren.

Mit der Talfahrt haben sich Importe massiv verteuert, was zu einem starken Anstieg der Inflation in der Türkei führte. Zuletzt hatte die Teuerung im August eine Rate von knapp 18 Prozent erreicht.

Am Donnerstag wird die türkische Notenbank ihre Zinsentscheidung verkünden. Es wird mit einer starken Zinsanhebung um gut drei Prozentpunkte gerechnet. Die Zentralbank hatte derartige Erwartungen vor wenigen Tagen mit einem entsprechenden Hinweis selbst geschürt. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Türkei:

Albayrak dankt für deutsche Unterstützung

Türkische Zentralbank stellt sich gegen Willen Erdogans

Türkei: Erdogan ernennt sich selbst zum Chef von Vermögensfonds

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Kreditversicherung: Wirtschaftsministerium will Warenverkehr länger absichern

Das Bundeswirtschaftsministerium strebt eine Verlängerung des Schutzschirms für Warenkreditversicherer an. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bestätigte die Pläne,  nachdem zunächst die Deutsche Verkehrs-Zeitung darüber berichtet hatte. Das Ministerium stehe in Verhandlungen mit Warenkreditversicherern über eine Verlängerung von Garantien bis zum 30. Juni 2021. Nach jetzigem Stand laufen diese Ende des Jahres aus.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Entscheidung über Wirecard-Verkauf im November?

Der Insolvenzverwalter des Skandalkonzerns Wirecard erwartet für November die Entscheidung über den Verkauf des Kerngeschäfts bei dem insolventen Bezahldienstleister. Das schreibt der Anwalt Michael Jaffé in einem Brief an die Mitarbeiter, über den die “Süddeutsche Zeitung” berichtete.

mehr ...

Berater

Konsolidierung mit Kapital und Köpfen

Suchten Makler in der Vergangenheit Anschluss an einen Pool oder wollten zu einem anderen wechseln, lenkten sie den Blick meist auf die Provisionstabellen. Wettbewerb lief vor allem über die Vergütung und Produktpalette. Diese Zeiten sind vorbei. Natürlich spielen beide Kriterien noch eine Rolle, aber die entscheidende Frage lautet: Wie bewältigt der Pool des Vertrauens die Herausforderungen, die wegen der enorm schnellen und einschneidenden technischen Entwicklung entstehen?

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...