Vermögen der offenen Immobilien-Publikumsfonds erreicht fast Vorkrisenniveau

Schneider kommentiert: „Ich sehe im Segment der Spezial-AIF kein Ende des Booms und rechne für 2018 mit Mittelzuflüssen, die mindestens auf dem Niveau von 2017 liegen – also etwa zwischen acht und zehn Milliarden Euro. Für die Service-KVGen am Markt ist diese Entwicklung erfreulich, denn sie bedeutet weitere Wachstumsmöglichkeiten, die nicht nur auf das Segment der offenen Spezial-AIF beschränkt ist.“

Erfreulich sei die wachsende Akzeptanz der Investment KG, also des geschlossenen Spezial-AIF, insbesondere für großvolumige Einzelimmobilien. Weitere Chancen biete die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Investmentsteuerreform.

„Damit besteht erstmalig die Möglichkeit, Fonds auch steuerlich differenziert auszugestalten. So können zukünftig kundenspezifische Anlagealternativen dargestellt werden, indem Fonds je nach Anlegerwunsch steuerlich transparent oder steuerintransparent aufgelegt werden. Hier ist der deutsche Fondsstandort gegenüber anderen europäischen Fondsstandorten jetzt deutlich besser und wettbewerbsfähiger geworden“, so Schneider.

Regulierung schreitet weiter voran

Allerdings seien gleichzeitig die regulatorischen Anforderungen an die KVGen erheblich gestiegen. „Allein die Investmentsteuerreform und MIFID II, die beide zum Jahreswechsel in Kraft getreten sind, stellen erhebliche Anforderungen an unsere Prozesse und unsere IT. Diesen Mehraufwand müssen wir in der Regel ohne entsprechende Mehreinnahmen leisten. Das bedeutet, dass wir unverändert unsere Prozesse zum Beispiel weiter digitalisieren und noch effizienter gestalten müssen“, unterstreicht Schneider. (bk)

Foto: Shutterstock

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