17. September 2018, 12:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wie entwickeln sich die Baufinanzierungszinsen?

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre Anleihekäufe ab Oktober halbieren, die US-Notenbank Federal Reserve steht vermutlich vor einem weiteren Zinsschritt. Qualitypool untersucht, wie sich die Baufinanzierungszinsen in Deutschland im aktuellen Marktumfeld entwickeln.

Wie entwickeln sich die Baufinanzierungszinsen?

Die EZB wird ihre Anleihekäufe zum Jahresende vermutlich komplett einstellen.

Die Sommerpause der Notenbanken ist zu Ende: Die Europäische Zentralbank (EZB) hielt ihre geldpolitische Sitzung bereits ab, die US-Federal Reserve (Fed) tagt Ende September. Im Vorfeld zeigten sich die Bestzinsen für zehnjährige Baufinanzierungen volatiler als gewohnt. Die 15-jährigen Zinsbindungen blieben dagegen in den letzten Wochen fast unverändert.

Auf der Zinssitzung der EZB wurden keine neuen geldpolitischen Maßnahmen beschlossen. Der grobe geldpolitische Fahrplan für die kommenden Monate stand bereits im Vorfeld fest: Als Nächstes werden im Oktober die Nettoanleihekäufe von monatlich 30 Milliarden auf 15 Milliarden Euro reduziert. Zum Jahreswechsel werden die Anleihekäufe voraussichtlich eingestellt.

Geldpolitische Pläne wie bisher − Fokus auf ökonomischer Analyse der EZB

Gute Arbeitsmarktdaten und steigende Löhne bestätigten zuletzt die positive Konjunkturentwicklung in der Eurozone. Die EZB lobte auch die stärkere Investitionsbereitschaft der Unternehmen.

Die Kerninflationsrate ließ zuletzt zwar zu wünschen übrig: Sie sank im August leicht von 1,1 auf 1,0 Prozent. EZB-Präsident Mario Draghi geht aber weiterhin von einer mittelfristig steigenden Kerninflation und einer generellen Inflation von 1,7 Prozent für 2018, 2019 und 2020 aus.

Als wirtschaftlicher Unsicherheitsfaktor für die Entwicklung der Eurozone gilt unter anderem die wachsende Inflation in Schwellenländern wie der Türkei und Argentinien. Auch die EZB sieht es kritisch, dass diese Länder mit einer hohen Auslandsverschuldung − im Zuge der anziehenden Zinspolitik in den USA und der Eurozone − unter wirtschaftlichen Druck geraten sind. Draghi wies aber darauf hin, dass dies aktuell nicht bei allen Schwellenländern der Fall ist.

Fed vor Zinsanhebung – Überhitzung der US-Wirtschaft soll vermieden werden

Die Fed musste zuletzt mehrfach Kritik von US-Präsident Donald Trump einstecken. Er sähe es gerne, wenn die US-Notenbank die Zinsen vorerst nicht weiter erhöht, um den starken Dollar in Schach zu halten und den Export zu stützen. Danach sieht es aber nicht aus.

Vielmehr wird fest damit gerechnet, dass die Fed auf der Zinssitzung am 25./26. September den Leitzins um weitere 0,25 Prozentpunkte anhebt. Sie will damit überhöhten Inflationsraten und einer Überhitzung der US-Wirtschaft entgegentreten. Für die Eurozone könnte dies bedeuten, dass der Dollar weiter anzieht und die eigenen Exportraten hoch bleiben.

Seite 2: Zinsen für zehnjährige Zinsbindungen zeigen sich volatil

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Versicherer europaweit unter Druck

Der Stoxx Europe 600 Insurance mit den Versicherungswerten ist am Freitag mit einem Abschlag von drei Prozent mit weitem Abstand schwächster Sektor in Europa gewesen. Auch im Dax lagen Allianz und Munich Re mit minus 1,5 Prozent am Ende.

mehr ...

Immobilien

Wohnungspolitik in Zeiten der Corona-Krise weltweit: Herausforderungen und Lösungen

Die Corona-Pandemie, die im Dezember 2019 ihren Anfang nahm und sich derzeit weltweit rasch ausbreitet, wirkt sich auf die Wirtschaft und damit auch auf den Immobilienmarkt spürbar aus. Private MieterInnen sind betroffen, wenn sie wegen der Eindämmungsbestimmungen kein oder deutlich weniger Einkommen beziehen. Erste Vorschläge und staatliche Maßnahmen zielen darauf ab, den gewerblichen und privaten MieterInnen und WohnimmobilienbesitzerInnen in diesen schwierigen Zeiten möglichst unbürokratisch zu helfen. Welche Regierung was beschlossen hat oder plant, stellt das DIW Berlin vor.

mehr ...

Investmentfonds

Coronakrise: “Gesundheit und stabile Wirtschaft schließen sich nicht aus”

Die geltenden Beschränkungen in Gesellschaft und Wirtschaft allmählich zu lockern und dabei die medizinische Versorgung der gesamten Bevölkerung zu sichern – dafür plädiert jetzt eine interdisziplinäre Gruppe renommierter Wissenschaftler. In ihrem Positionspapier zeigen die Forscher um ifo-Präsident Clemens Fuest und Martin Lohse, Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, Wege zu diesem Ziel auf.

mehr ...

Berater

DIN-Norm 77230: Prüfungen jetzt online möglich

Wegen der Coronakrise bietet das Defino Institut für Finanznorm Prüfungen für die Zertifizierung zum “Spezialisten für die private Finanzanalyse – DIN 77230” ab sofort auch im Online-Verfahren an.

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT schließt institutionellen US-Fonds und investiert erneut in Boston

Die BVT Unternehmensgruppe, München, hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft Derigo für den von ihr verwalteten geschlossenen Spezialfonds BVT Residential USA 12 die dritte Investition vorgenommen. Ein Nachfolge-Spezialfonds ist geplant.

mehr ...

Recht

Neuer Mieterschutz in Kraft: Wie Sie durch die Krise kommen

Ab heute gilt für Mieterinnen und Mieter, die durch finanzielle Einschnitte in besonderem Maße von der Corona-Krise betroffen sind, ein erweiterter Kündigungsschutz. Es ist aber für Betroffene laut GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen weitere Unterstützung nötig.

mehr ...