Wohnpolitik: Was sich für Bauherren ändert

Am vergangenen Wochenende stimmten die Mitglieder der SPD für eine Weiterführung der Großen Koalition. In der Wohn- und Baupolitik stehen damit diverse Veränderungen bevor auf die sich Häuslebauer gefasst machen müssen.

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Entscheiden sich Mieter für die Erfüllung des Traums vom Eigenheim, stellt sich die Frage nach der richtigen Finanzierung.

„Die Themen Bauen und Wohnen waren bei den Koalitionsverhandlungen sehr präsent und sowohl zukünftige Eigentümer als auch Mieter können von den Neuerungen profitieren“, sagt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.

So seien unter anderem die Einführung eines Baukindergeldes für junge Familien, sowie die Anhebung der Grundsteuer für ungenutztes Bauland geplant. Darüber hinaus sollen sich eine verschärfte Mietpreisbremse und eine gedeckelte Modernisierungsumlage positiv für Mieter auswirken.

Baukindergeld: Solide Finanzierung notwendig

Gerade junge Familien wünschen sich laut Baufi24.de häufig ein Eigenheim, verfügen jedoch nur selten über das nötige Eigenkapital. Um hier zu helfen, haben die Koalitionsparteien die Einführung eines Baukindergeldes beschlossen.

Dieses betrage 1.200 Euro pro Kind und Jahr, bis zu einem Haushaltseinkommen von 75.000 Euro brutto. Dieses werde, bei einem Freibetrag von 15.000 Euro pro Kind, für zehn Jahre ausgezahlt.

„Junge Familien können hier deutlich profitieren, allerdings ist eine solide Finanzierung nach wie vor das A und O. Ein Beispiel: Bei einer vierköpfigen Familie stehen pro Monat 200 Euro für zehn Jahre zusätzlich zur Verfügung. Nach Ablauf dieses Zeitraums fehlt der Betrag in der monatlichen Kalkulation“, warnt Scharfenorth.

Bei einer voraussichtlich teureren Anschlussfinanzierung sei es daher schnell möglich, dass Familien an die Grenze ihrer finanziellen Belastung  geraten.

Grundsteuerreform: Motivation für Neubau

Auch eine Reform der Grundsteuer solle, neben dem Baukindergeld, zur Schaffung neuen Wohnraums beitragen. So soll die von den Kommunen erhobene Steuer Baufi24.de zufolge modernisiert werden.

Darüber hinaus könne eine zukünftig stärkere Besteuerung von ungenutztem Bauland die Eigentümer zum Bau von Wohnimmobilien motivieren.

Seite zwei: Verschärfung der Mietpreisbremse

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