13. Juni 2019, 09:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Flexible Büroflächen: In Berlin kostet ein Hot Desk am wenigsten

307.000 m² angemietete Fläche an 163 Standorten von 95 Betreibern. Das sind die aktuellen Fakten per Ende Mai zum Berliner Markt für flexible Büroflächen[1]. Er ist der mit Abstand größte in Deutschland. Allein im Jahr 2019 werden insgesamt rund 60.000 m² in der Spreemetropole eröffnet. Größter Betreiber nach Fläche ist WeWork, der aktuell 47.000 m² zur Verfügung stellt, weitere 22.000 m² sind bereits angemietet, aber noch nicht startklar.

Berlin-buro-buero-potsdamer-platz-shutterstock 223532947 in Flexible Büroflächen: In Berlin kostet ein Hot Desk am wenigsten

Die mit Abstand meisten Flächen, eröffnet und geplant, werden als Hybrid-Modelle betrieben. Sie sind eine Mischung aus Coworking und Business Center, verbinden also Arbeitsplätze in offenen Bereichen und in Privatbüros. 133.000 m² sind bereits eröffnet, weitere 99.000 m² sind angemietet und noch nicht eröffnet. Coworking und Business Center liegen Nase an Nase mit einer eröffneten Fläche von jeweils 33.000 m² und weiteren 4.000 m² geplanter Fläche.

Nur einige Zentren liegen in der Innenstadt

Die meisten Standorte flexibler Büroflächen befinden sich innerhalb des Berliner S-Bahnrings. „Es gibt einige Flex-Zentren wie Mitte, Potsdamer Platz oder der Kurfürstendamm. Reine Coworking-Betreiber siedeln sich auch gerne in Kreuzberg und Neukölln an“, so Helge Zahrnt, Director Research bei JLL.

Mit einem Durchschnittspreis von 170 Euro pro Monat kostet ein „Hot Desk“ in Berlin am wenigsten im Vergleich der sieben größten Städte Deutschlands. In München beispielsweise zahlen Nutzer im Schnitt 300 Euro, in Hamburg 210 Euro. „Hot Desk“ bedeutet, dass sich verschiedene Mitarbeiter zu unterschiedlichen Zeiten einen Büroarbeitsplatz teilen. Sie suchen sich bei Ankunft einfach einen freien Arbeitsplatz.

Bildschirmfoto-2019-06-13-um-09 11 17 in Flexible Büroflächen: In Berlin kostet ein Hot Desk am wenigsten

„Die hohe Anzahl an kleineren, in der Regel preisgünstigeren, Coworking Spaces in Berlin führt zu vergleichsweise geringeren Preisen als in den übrigen Märkten der Big 7. Außerdem ist bei einer so hohen Anzahl an Flexible Office Space-Standorten der Preiswettbewerb am stärksten“, so Zahrnt. Für einen „Fixed Desk“, also einen festen Platz in einem offenen Arbeitsbereich, zahlen Nutzer in Berlin im Schnitt 250 Euro pro Monat. Ein Arbeitsplatz im Privatbüro kostet 540 Euro.

Noch boomt Berlin

Aber können die Betreiber auch mit einer sinkenden Nachfrage umgehen? Gibt es noch Luft für weitere Preissenkungen? „Die Entwicklung der Nachfrage nach flexiblen Büroflächen könnte über den Zyklus hinweg durchaus abweichend vom Gesamtmarkt verlaufen. Flex Office-Betreiber könnten profitieren, wenn Unternehmen in der Krise Flexibilität höher bewerten als Kosteneinsparungen“, so Stephan Leimbach, Head of Office Leasing Germany bei JLL.

Gerade Berlin steht dann als „die“ Coworking-Stadt Deutschlands gut da. Leimbach: „Für internationale Betreiber ist Berlin meist der erste Standort für den Markteintritt. Allerdings macht es die geringe Verfügbarkeit schwierig, entsprechende Flächen zu finden. Das wird sich auch in schlechteren Zeiten nicht schlagartig ändern.“

 

Foto: Shutterstock / JLL

Ihre Meinung



 

Versicherungen

OVB will Expansion und Wachstum vorantreiben

Die OVB Holding AG präsentierte ihren Aktionären auf der Hauptversammlung eine gute vertriebliche Entwicklung und einen planmäßigen Ergebnisverlauf. »Bei der Strategieumsetzung erreichten wir im Jahr 2018 wichtige strategische Fortschritte. Unser Ziel ist es, neue Ertragschancen zu erschließen und unsere Marktposition in Europa weiter auszubauen«, sagt Mario Freis, Vorstandsvorsitzender der OVB Holding AG.

mehr ...

Immobilien

Grundsteuer: Nicht alle freuen sich über die Reform

Laut aktuellen Medienberichten steht die Große Koalition vor einer Einigung bei der Reform der Grundsteuer. Der Kompromiss sieht vor, dass die Länder die bundeseinheitliche Grundsteuer mit eigenen Regelungen ergänzen dürfen. Der ZIA sieht dies nur beschränkt positiv. Über die Gründe.

mehr ...

Investmentfonds

DWS: Berichte über eine Schwäche des US-Arbeitsmarkts sind stark übertrieben

Zurzeit richten sich wieder einmal alle Augen auf die amerikanische Zentralbank. Deren Ankündigung, drei Jahre nach Beginn der Zinserhöhungen eine Pause einzulegen, trug im Januar 2019 maßgeblich zur Trendwende an den Märkten bei. Als Anfang Mai die erwartete Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China ausblieb und die Märkte daraufhin mit erneuten Kursverlusten reagierten, waren es wieder die Worte von Zentralbankern, die für Beruhigung sorgten.

mehr ...

Berater

Urlaub: So kommen Sie sicher ans Ziel

Wenn die Deutschen verreisen, ist das Auto ihr liebstes Verkehrsmittel. 2018 fuhren 41,7 Prozent damit in den Urlaub. Wenn das Urlaubsziel nicht gerade um die Ecke liegt und Kinder an Bord sind, kann die Anfahrt schnell zur Nervenprobe werden. Wie Sie sicher ankommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds-HV: Aktionäre stimmen für weiteren Wachstumsschub

Mit einer Präsenz von rund 78 Prozent des Grundkapitals wurden auf der Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG alle Beschlüsse zu den 12 Tagesordnungspunkten mit Zustimmungsquoten über 98 Prozent gefasst.

mehr ...

Recht

BFW: Enteignete Unternehmen bauen nicht

Berlin hatte vor einigen Tagen, wie von uns berichtet, als erstes Bundesland die Enteignung von Wohneigentum angekündigt. Aufgrund akuten Wohnungsmangels ist das Thema in den letzten Wochen ganz oben auf der Agenda. Nun meldet sich der auch BFW Landeverband Berlin/Brandenburg dazu und warnt davor, große private Wohnungsunternehmen zu enteignen.

mehr ...