28. Januar 2019, 14:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Grunderwerbsteuer: Tausende Ersterwerber durch Freibetrag

Ein wichtiges Vorhaben zur Stärkung des Wohneigentumsbildung hat die Große Koalition bereits umgesetzt: das Baukindergeld. Andere Punkte aus dem Koalitionsvertrag sind jedoch noch offen, so etwa der Grunderwerbsteuer-Freibetrag.

Grunderwerbsteuer: Tausende Ersterwerber durch Freibetrag

Die Entlastung durch einen Freibetrag ist dort am höchsten, wo die aktuell die höchsten Grunderwerbsteuersätze vorherrschen.

In Kooperation mit dem Immobilienforschungsinstitut empirica ist LBS Research der Frage nachgegangen, wie sich ein Freibetrag bei gegebenen Steuersätzen und den jeweiligen Immobilienpreisniveaus in den Regionen auswirken würde.

Das Ergebnis: Bereits bei einem relativ niedrigen Freibetrag von 100.000 Euro würde sich das Potenzial an jungen Ersterwerberhaushalten rechnerisch um gut 18.000 auf 309.000 Haushalte (plus sechs Prozent) erhöhen.

Regional würde sich ein Freibetrag – ähnlich dem Baukindergeld – jedoch sehr unterschiedlich auswirken. Wie LBS Research mitteilt, haben die Wissenschaftler für die Modellrechnung zunächst das “natürliche” Ersterwerberpotenzial ermittelt.

Über 18.000 neue Ersterwerber

Dazu zählen sie definitionsgemäß Mieterhaushalte im Alter zwischen 30 und 44 Jahren, die sowohl über ausreichend Eigenkapital als auch über ausreichend Einkommen verfügen, um sich eine ortsübliche Immobilie leisten zu können.

Diese Voraussetzungen erfüllen aktuell 291.000 Haushalte in der Bundesrepublik. Werde unterstellt, dass ein Betrag von 100.000 Euro von der Grunderwerbsteuer befreit sei, resultierten daraus zusätzlich 18.400 Haushalte, die durch den dann niedrigeren Eigenkapitalbedarf in der Lage wären, ein Haus oder eine Wohnung zu erwerben.

Seite zwei: Größte Entlastung bei höchsten Steuersätzen

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bilanz 2019: Stuttgarter Versicherung mit zweistelligem Plus in der bAV

Die Stuttgarter Versicherung hat ihre Geschäftszahlen für 2019 vorgelegt. Das Unternehmen meldet aus allen Sparten Zuwächse. Insbesondere die betriebliche Altersvorsorge verzeichnete Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich. Und auch das Geschäft mit der nachhaltigen sowie fondsgebundenen Altersvorsorge floriert. 

mehr ...

Immobilien

Blick ins Grundbuch: Was alles wichtig ist

Ob für den Immobilienkauf oder -verkauf, am Grundbuchauszug führt kein Weg vorbei. Denn der Grundbuchauszug enthält alle notwendigen Informationen, die für den Kauf- oder Verkaufsprozess bei Immobilien wichtig sind. Was genau ein Grundbuchauszug ist und wo der Antrag zur Grundbucheinsicht gestellt werden kann, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleisters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

China: Vom Schwarzen Schwan zum Seeungeheuer?

Wird sich der einfache Schwarze Schwan namens Coronavirus als Seeungeheuer entpuppen, das immer wieder auftaucht und die Volatilität an den Börsen nachhaltig beeinflussen könnte? Ein Gastbeitrg von Olivier de Berranger, Chief Investment Officer, und Enguerrand Artaz, Fondsmanager, La Financière de l‘Échiquier.

mehr ...

Berater

So teuer wie nie: Trotz Klimapaket steigen die Strompreise

Wer ein Unternehmen führt, muss nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch die korrespondierenden Kosten im Auge behalten. Obwohl der Preis für Gewerbestrom grundsätzlich unter dem für Privatkunden liegt, betrifft viele Betriebe die Erhöhung der Strompreise – vor allem kleine und mittelständische Unternehmen tragen gemeinsam mit Privathaushalten einen Großteil der Kosten. In diesem Jahr steigert jeder zweite Grundversorger die Aufwendungen für Energie.

mehr ...

Sachwertanlagen

UDI-Emission “te Solar Sprint IV” vor dem Totalverlust?

Die Emittentin der im Oktober 2016 aufgelegten Vermögensanlage “te Solar Sprint IV” warnt vor der Gefahr eines vollständigen Forderungsausfalls eines ausgereichten Nachrangrangdarlehens. Den Anlegern droht dann wohl der Totalverlust ihres Investments.

mehr ...

Recht

„Jetzt kann Mietendeckel-Wahnsinn gestoppt werden“

„Das Land Berlin begeht mit dem Gesetz zum Mietendeckel einen offenen Verfassungsbruch. Dieser Wahnsinn muss schnellstmöglich durch das Bundesverfassungsgericht gestoppt werden. Wir begrüßen sehr, dass der Antrag auf ein Normenkontrollverfahren nun die erforderliche Unterstützung im Bundestag hat. Jetzt kann dieser wohnungspolitischen Geisterfahrt in Karlsruhe ein Ende gesetzt werden“, sagte Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, heute in Berlin.

mehr ...