18. September 2019, 10:59
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»Nur der Wohnungsneubau hilft gegen die Knappheit«

Niedrigzinsen und Politik sorgen für Dynamik auf den Immobilienmärkten, sowohl in Deutschland als auch im Nachbarland Österreich, denn Wohnraum ist ein rares Gut. Der auf Immobilienbeteiligungen und -entwicklungen spezialisierte PROJECT Unternehmensverbund fokussiert sich nicht nur auf deutsche A-Städte, sondern verstärkt seine Ambitionen seit einigen Jahren auch in Wien. 

Wohnungsbau in »Nur der Wohnungsneubau hilft gegen die Knappheit«

Im Rahmen der Pressekonferenz im Wiener Allianz-Stadion erklärte Ottmar Heinen, Vorstandssprecher der PROJECT Beteiligungen AG, warum Wien den Vergleich mit den deutschen A-Städten nicht scheuen muss und warum sich aus deutscher Sicht der Blick nach Wien lohnt.

Wien wächst stetig

»PROJECT ist vor knapp vier Jahren erstmals in Wien tätig geworden, weil die Stadt für Investoren ein hohes Potenzial bietet. Die Kaufpreise bewegen sich noch nicht auf dem hohen Niveau wie in Deutschland. Dennoch sorgen auch hier weiter sinkende Zinsen verbunden mit einer Angebotsknappheit inzwischen für Preisdruck«, begründet Heinen diesen Schritt.

Die stetig wachsende und lebenswerte Metropole Wien – die zweitgrößte im deutschsprachigen Raum – ist als Standort internationaler Konzerne und Universitäten ein wichtiger Hub in Richtung Osten und Asien. »Als A-Stadt wird sie auch in schwierigen Zeiten noch eine stabile Bautätigkeit aufweisen«, davon ist Heinen überzeugt.

PROJECT fokussiert mit einem eigenkapitalbasierten Investitionskonzept auf den auch in Wien besonders gefragten bezahlbaren Wohnungsneubau, vorzugsweise für Eigennutzer.

Wohnungsknappheit treibt in beiden Ländern unterschiedliche politische Blüten

»Beim Vergleich mit Wien wird in deutschen Metropolen der von der Politik verfolgte Irrweg offensichtlich. Staatliche Eingriffe wie der Mietendeckel, wie er derzeit in Berlin vorbereitet wird, werden die Knappheit nicht beseitigen, im Gegenteil«, warnt Heinen. Vor Kurzem hat die deutsche Bundesregierung die Mietpreisbremse für

Bestandswohnungen, die Investoren verunsicherte, bis 2025 verlängert. Demzufolge dürfen Mietpreise in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt für Bestandswohnungen maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Regulierungen des Wohnungsmarkts sind in Wien, wo die Stadt historisch den größten Teil der Mietwohnungen besitzt, seit langem gang und gäbe und für Investoren kein Aufregerthema, zumal diese lediglich Altbauten betreffen. Die übertriebene Spekulation auf Grundstücke soll limitiert werden, allerdings sind die Restriktionen lokal auf bestimmte Bauzonen begrenzt.

»Wir haben uns darauf eingestellt und nur unbelastete Grundstücke in der Pipeline« fasst Dieter Schmahel, Vorstand der PROJECT PI Real Estate CEE AG innerhalb der PROJECT Immobilien Gruppe, zusammen. »Trotz der auch in Wien anhaltenden Preissteigerung lohnt es sich, Eigentumswohnungen zu kaufen.

Die Wohnungsknappheit bleibt wegen eines kontinuierlich hohen Zuzugs von derzeit über 20.000 Neubürgern pro Jahr bestehen. Sowohl Eigennutzer als auch Vorsorgekäufer blicken jedoch auf das Budget. Kleinere, aber effizient geplante Wohnungen sind gefragt«, resümiert Schmahel.

Keine Immobilienblase in Aussicht

Dr. Christoph Urbanek, in Wien ansässiger Immobilienfinanzierungsexperte und Anwalt bei DLA Piper, sieht für beide Länder keine Immobilienblase: »Zwar bewegen sich die Preise sowohl in den deutschen Metropolen als auch an manchen Innenstadtlagen in Wien inzwischen auf einem sehr hohen Niveau. Dennoch kann von einer Preisblase nicht die Rede sein.«

Die Liste der Gegenargumente, die eine Blase bezweifeln lassen, sei deutlich länger. Das Verhältnis der Immobilienpreise zum Einkommen, die konstante Verschuldung der Haushalte und die beständig niedrigen Zinsen sprächen eine andere Sprache, so Urbanek.

Auch eine Preisentspannung kann für Investoren hilfreich sein

»Langfristig ist aufgrund der erwarteten konjunkturellen Abschwächung eine Preisentspannung auf der Baukostenseite zu erwarten, wenngleich der Zeitpunkt noch unklar ist. Diese Entspannung hätte durchaus auch positive Seiten für Entwickler und Investoren.

Genehmigungszeiten könnten kürzer werden und gleichzeitig könnte die Auslastung der Gewerke sinken, dadurch lassen sich Projekte effizienter und im Idealfall auch günstiger entwickeln«, erklärt Ottmar Heinen.

PROJECT hat derzeit in Deutschland und Österreich eine gefüllte Projektpipeline mit einem Volumen von drei Milliarden Euro. Das eingesammelte Eigenkapital kann nach erfolgter Ankaufsprüfung schnell in ein passendes Projekt fließen, ohne dass ein finanzierendes Institut dazwischen geschaltet werden muss. Die PROJECT Immobilien

Gruppe ist mit lokalen Teams an acht Metrolpolstandorten vertreten und verfügt daher über den Marktzugang zu den Grundstücken und guten Kontakten zu den entscheidenden Behörden und Gewerken. In Wien sind derzeit acht Neubauprojekte des österreichischen Asset Managers in der Entwicklung, insgesamt sind es im deutschsprachigen Raum 130 Immobilienentwicklungen mit einem Verkaufsvolumen von rund 3,4 Milliarden Euro.

Foto: Shutterstock

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