9. Juli 2019, 09:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wer eine halbe Stunde nach Frankfurt pendelt, spart beim Hauskauf

In Frankfurt ein Haus zu kaufen, ist eine kostspielige Sache. Der Weg raus aus der Stadt ist für viele Käufer daher die einzige Möglichkeit, sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Wer eine halbe Stunde pendelt, kann so bis zu 44 Prozent der Kosten sparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse von immowelt.de. Dafür wurden die Angebotspreise von Häusern in Frankfurt am Main und 110 ausgewählten Gemeinden im Umland untersucht.2019 07 04 Grafik FFM Umland in Wer eine halbe Stunde nach Frankfurt pendelt, spart beim Hauskauf

 

Demnach werden Häuser in Frankfurt für 600.000 Euro im Median angeboten. Zahlreiche renovierungsbedürftige Bestandsimmobilien mit kleinen Grundstücken drücken den Preis nach unten. Neubauten oder sanierte Objekte sind hingegen deutlich teurer.

Im Osten gibt es noch preiswerten Wohnraum

Suchen Käufer im Osten der Finanzmetropole, finden sie auch preiswerteren Wohnraum. In Nidderau kosten Häuser zum Beispiel im Median 339.000 Euro – das sind 44 Prozent weniger als direkt in Frankfurt.

Bei vielen der angebotenen Objekte müssen auch hier Renovierungskosten einkalkuliert werden. Dafür sind die Grundstücke häufig größer als in der Stadt. Neben den Preisen macht die kurze Pendeldauer von 30 Minuten die Gemeinde besonders attraktiv – immerhin knapp jeder 8. Einwohner pendelt von Nidderau nach Frankfurt.

Weitere preiswerte Alternativen sind Hainburg mit einer Ersparnis von 41 Prozent und Bruchköbel mit 38 Prozent. In beiden Gemeinden ist das Angebot durchmischt. Das Gleiche gilt auch für Rodgau und Hanau. Aus beiden Städten fahren mehrere tausend Arbeitnehmer in die Mainmetropole und Häuser sind dort noch deutlich preiswerter.

In Rodgau zahlen Käufer im Mittel 34 Prozent weniger, in Hanau 30 Prozent. Genauso wie in Frankfurt gilt auch hier: Exklusive oder neugebaute Objekte sind deutlich teurer.

Luxusvillen im Taunus: Häuser 400.000 Euro teurer als in Frankfurt

Den größtmöglichen Kontrast zu den preiswerten Gemeinden im Osten finden Käufer im Westen vor. Besonders im Taunus sind Häuser für eine normale Familie kaum leistbar.

Die teuerste aller untersuchten Städte ist Kronberg mit mittleren Kaufpreisen von 990.000 Euro, dicht gefolgt von Königstein mit 975.000 Euro. Damit sind beide Gemeinden knapp 400.000 Euro teurer als Frankfurt.

Die Lage im Grünen und die kurzen Pendelzeit von 30 Minuten ins Frankfurter Zentrum machen Kronberg und Königstein besonders attraktiv für Gutverdiener aus der Banken- und Finanzbranche. Das verdeutlichen die Pendelzahlen:

Knapp jeder 8. Bewohner arbeitet in Frankfurt. Luxuriöse Villen mit riesigen Grundstücken – teils neu gebaut, teils aufwendig saniert – prägen hier das Angebot.

Teuer sind Häuser in unmittelbarer Nähe zu Frankfurt

Auch weitere Gemeinden im Taunus, die binnen 30 Minuten aus dem Frankfurter Zentrum erreichbar sind, befinden sich preislich weit oben. In Bad Soden, Bad Homburg und Oberursel kosten Häuser im Median mehr als 700.000 Euro.

Zusätzlich zu den Städten im Taunus sind Häuser vor allem in unmittelbarer Nähe zu Frankfurt teuer. Bad Vilbel (709.000 Euro) im Norden und Neu-Isenburg (695.000 Euro) im Süden Frankfurts liegen beide gerade einmal 20 Minuten entfernt.

Die kurze Pendelzeit in Kombination mit häufig größeren Grundstücken als in der Finanzmetropole machen beide Städte besonders attraktiv.

Wiesbaden und Darmstadt auf Frankfurter Niveau

Neben den kleineren Gemeinden sind auch zahlreiche Großstädte in Pendelentfernung. Aus rein finanziellen Gründen lohnt sich der Hauskauf in den meisten von ihnen allerdings nicht. In Wiesbaden (587.000 Euro) und Darmstadt (585.000 Euro) sind die Preise nur minimal günstiger als in Frankfurt.

 

Seite 2: Wer zu einer Stunde Fahrtweg bereit ist, der spart bis zu 77 Prozent

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Getsurance muss Insolvenz anmelden

Alles geht digital, lautete das Motto der Brüder Viktor und Johannes Becher bei der Gründung ihres Insurtechs Getsurance im Jahr 2016. Jetzt hat das Berliner Insurtech Insolvenz angemeldet. Die Geschäfte laufen derweil erst einmal weiter.

mehr ...

Immobilien

Wird der Immobilienkauf durch Corona schwieriger?

Höhere Preise, knappes Angebot – und jetzt auch noch Corona: Gut jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent) vertritt die Meinung, dass der Erwerb von Wohneigentum in den vergangenen zehn Jahren schwieriger geworden ist. Drei Viertel glauben, dass es durch die Corona-Krise sogar noch schwerer werden wird, den Traum vom eigenen Zuhause zu verwirklichen. Insgesamt machen sich zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) aktuell Sorgen über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Interhyp mit Statista unter 1.000 Bundesbürgern.

mehr ...

Investmentfonds

Schwellenländeranleihen auf Erholungskurs? 5 Fragen und Antworten für Anleger

Weltweit kämpfen Volkswirtschaften mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die insbesondere mit Blick auf die Schwellenländer für zahlreiche negative Schlagzeilen gesorgt hat. Doch häufig werden Schwellenländer fälschlicherweise als homogenes Anlageuniversum betrachtet. In diesem Q&A stellt Alejandro Arevalo, Fondsmanager im Bereich Emerging Markets Debt bei Jupiter Asset Management, einige Missverständnisse zu Anlagen in Schwellenländeranleihen richtig und erklärt, wo er derzeit die attraktivsten Chancen sieht.

mehr ...

Berater

Fonds Finanz erweitert Produktportfolio um hauseigenen Edelmetalltarif „EasyGoSi“

Deutschlands größter Maklerpool ermöglicht seinen angebundenen Maklern mit „EasyGoSi“ ab sofort die einfache und sichere Vermittlung der beiden Edelmetalle Gold und Silber. Die Vermittlung ist erlaubnisfrei und unterliegt keinen weiteren Auflagen nach § 34f der Gewerbeordnung oder anderen Dokumentationspflichten. Mit dem neuen Tarif reagiert die Fonds Finanz auf den Bedarf der Vermittlerkunden, die in den derzeit wirtschaftlich unsicheren Zeiten vermehrt in die Edelmetalle Gold und Silber investieren möchten.

mehr ...

Sachwertanlagen

LHI Gruppe erwirbt ersten Solarpark in Dänemark

Für einen seiner Investmentfonds für Institutionelle Investoren, hat der Asset Manager LHI aus Pullach i. Isartal im Norden Jütlands, etwa drei Kilometer vor der Küste, einen Solarpark vom Entwickler European Energy A/S erworben.

mehr ...

Recht

Quarantäne: Rechte und Pflichten in der Zwangspause 

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen Personen, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben, in Isolierung. Diese Zwangspause ist eine behördlich angeordnete Maßnahme. Doch auch der bloße Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus kann dazu führen, dass eine Quarantäne nötig wird. Welche Regeln es für die sogenannte “Absonderung” gibt.

mehr ...