21. Mai 2019, 12:21
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„Mieten ist rausgeschmissenes Geld“: Alle wollen ins Wohneigentum

Jeden Monat Geld auf die hohe Kante legen, um sich so schnell wie möglich nach Ausbildung oder Studium den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen? Studien zeigen: Die meisten jungen Leute wünschen sich eine eigene Immobilie und arbeiten zielstrebig darauf hin. Sebastian Flaith von der Bausparkasse Schwäbisch Hall analysiert die wichtigsten Studienergebnisse und stellt einen Vertreter der jungen Generation vor.

Junge Frau Mit Haustuerschluessel in „Mieten ist rausgeschmissenes Geld“: Alle wollen ins Wohneigentum

Mehr als 90 Prozent der unter 30-Jährigen möchten laut Umfragen später in der eigenen Immobilie wohnen.

Die eigene Wohnimmobilie steht beim Nachwuchs hoch im Kurs: Rund 90 Prozent der heute unter 30-Jährigen wollen laut Youngcom-Befragung später ein Haus oder eine Wohnung haben.

Bereits bei den 13- bis 20-Jährigen sind es 9 von 10, in der Gruppe der 21- bis 29-Jährigen sogar noch mehr (93 Prozent). Auch Samuel Staehle, 22 Jahre alt, wünscht sich ein eigenes Haus – und das am besten direkt nach dem Studium. Miete zahlen empfindet er als rausgeschmissenes Geld.

Sein Freundeskreis sieht das ähnlich: „Alle meine Freunde wollen später ein Haus bauen“, sagt Staehle.

Sicherheit vor Risiko

Der Wunsch nach Wohneigentum passt zur allgemeinen Wertvorstellung der jungen Leute: Privatleben ist wichtiger als Karriere. Bei 70 Prozent der jungen Erwachsenen genießt die gemeinsame Zeit mit der Familie den höchsten Stellenwert im Leben. „Der Wunsch nach Sicherheit und Orientierung ist heute wesentlich stärker ausgeprägt als bei den Vorgänger-Generationen“, so Schwäbisch Hall-Experte Sebastian Flaith.

Auch das Anlegerverhalten der jungen Leute wirkt alles andere als risikofreudig: 30 Prozent der 13- bis 20-Jährigen suchen solide, krisenresistente Anlageformen, bei den 21- bis 29-Jährigen sind es schon doppelt so viele. Die meistgenannte Anlageform in dieser Gruppe ist mit 43 Prozent der klassische Bausparvertrag, bei den 13- bis 20-Jährigen nennt ihn ein Viertel.

Festgeld und Wohneigentum vor Aktien

Es folgen Festgeld und Wohneigentum vor Aktien. Tatsächlich besitzt ein knappes Drittel der 15- bis 22-Jährigen laut Analyse des IfD Allensbach bereits einen Bausparvertrag – dazu zählt auch Samuel Staehle. Das Bausparen wurde ihm schon früh von einem Freund empfohlen. Für Staehle ist der Bausparvertrag der erste Schritt in Richtung Wohneigentum:

„Ein Bausparvertrag bietet die Möglichkeit für jemanden, der nicht so viel Grundkapital hat, an einen günstigen Zins zu kommen und sich irgendwann einmal etwas Eigenes zu kaufen.“

Vergleichen und sparen

Keine oder geringe Gebühren sind für junge Leute ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der geeigneten Anlageform. Für mehr als 80 Prozent sind die Gebühren sogar das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Kapitalanlage.

Student Staehle kennt seine Fixkosten genau und weiß, wie viel er zur Seite legen kann und muss, um sich den Traum von der eigenen Immobilie erfüllen zu können. Wie er genau vorgeht, erklärt er in der Multimedia-Reportage.

 

Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall

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