15. Januar 2020, 08:48
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Risiko Büroimmobilie, Chance Wohnimmobilie

Nach Angaben von FIABCI Deutschland, dem Dachverband immobilienwirtschaftlicher Berufe, gewinnt die Assetklasse Wohnimmobilien im Gegensatz zum Gewerbesegment langfristig.

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Während auf dem gewerblichen Immobilienmarkt im letzten Jahr zwar satte rund 70 Milliarden Euro umgesetzt wurden, lag der Geldumsatz 2018 laut Statista auf dem deutschen Markt für Wohnimmobilien bei rund 180,5 Milliarden Euro, rund 49 Milliarden Euro davon wurden in Mehrfamilienhäuser allokiert.

Michael Heming, Präsident FIABCI Deutschland: „Im Gegensatz zu Gewerbe- stellen Wohnimmobilien mit Abstand die größte Anlageklasse dar. Und das zurecht, da Deutschland aufgrund politischer und nach wie vor auch wirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine sichere Basis für dieses Investment ist. Trotz der drohenden Gewitterwolken namens Mietendeckel, ist ein nachhaltiges Engagement in Wohnimmobilien sinnvoll. Nicht zuletzt auch dadurch, dass Deutschland ein Mieterland ist. Die Assetklasse ist deswegen vor allem für risikoaverse und nachhaltig agierende Investoren interessant.“

Laut FIABCI stehen Büroimmobilien vor gewaltigen Umbrüchen. Heming: „Die Stichworte dazu lauten Homeoffice und Work-Life-Balance. Klassische Bürowelten werden zunehmend weniger nachgefragt. Die nächsten Generationen von Arbeitnehmern sind nicht mehr gewollt lange Fahrzeiten zur Arbeit in Kauf zu nehmen und darüber hinaus auch gewohnt, von überall zu arbeiten. Deswegen stellt das Office-Segment ein höheres Risiko als Wohnen dar.“

Weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen und ein niedriges Zinsumfeld sprechen zudem für Anlagen in Wohnimmobilien. Auch der anhaltende Zuzug in Metropolen samt ihrem Umland erhöht die Nachfrage nach Wohnraum. „Diese Nachfrage führt natürlich bei Wohnimmobilieninvestments zu einer attraktiven Preisstabilität auf Mieterseite, die durch andere Assetklassen nicht zu toppen ist“, so Heming abschließend. 

Foto: Shutterstock

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