15. Juli 2005, 00:00
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Deutsche setzen zu stark auf Aktien

Die Portfolios deutscher Anleger sind auch nach den Erfahrungen der letzten Jahre größtenteils zu einseitig auf Aktien ausgerichtet und damit zu risikoreich strukturiert. Zu diesemErgebnis kommt der Anlage-Check von apano und n-tv. Im Rahmen der Aktionwurde die Struktur von mehr als 1.000 Teilnehmerportfolios mit einemGesamtvolumen von 93 Millionen Euro analysiert.

Anleger, die sich an der Aktion beteiligten, konnten überprüfen lassen,ob die Struktur des von ihnen genannten Portfolios mit ihremindividuellen Anlagehorizont und Risikoprofil in Einklang stehtbeziehungsweise inwiefern die Portfolios durch Hinzufügen vonHedgefonds- und Managed Futures-Strategien optimiert werden könnten.Die Gutachten wurden von der tetralog Systems AG, München, erstellt.Als Grundlage der Anlageempfehlung dienten Modellrechnungen, die aufDaten des Analysehauses Feri Trust GmbH, Bad Homburg, basierten.Insgesamt wurden 1.026 Teilnehmergutachten ausgewertet. DieTeilnehmer der Aktion waren überwiegend männlich, 968 Männernahmen daran teil, während sich nur 58 Frauen beteiligten.

Bei der Beurteilung der Risikoneigung wurde zwischen vier verschiedenen Risikotypenunterschieden: Vorsichtiger Typ, kontrollierter Typ, risikofreudiger Typund zielorientierter Typ. Von den 1.026 Teilnehmer waren 239 demvorsichtigen Typ, 174 dem kontrollierten Typ, 207 dem risikofreudigenTyp und 406 dem zielstrebigen Typ zuzuordnen. Das durchschnittlicheVolumen des Gesamtdepots, inklusive Immobilien, lag bei rund 95.000Euro.

Die Studie kommt zu folgendem Ergebnis: Über alle Anlegertypenhinweg wurde eine zu starke Fokussierung auf Aktien festgestellt.Insbesondere Anleger mit kurz- und mittelfristigem Anlagehorizontinvestieren zu risikoreich im Aktiensegment. Aber auch der risikofreudigeTyp hält mehr aktienspezifisches Risiko als angemessen wäre. Mehr als76 Prozent der eingesandten Portfolios hätten durch Hinzufügen vonHedgefonds- und Managed Futures-Strategien im Hinblick auf dasVerhältnis von Risiko und Rendite deutlich verbessert werden können.Die Sharpe Ratio konnte im Durchschnitt von 0,41 auf 0,56 gesteigertwerden.

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