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19. August 2008, 00:00
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Deutsche Anleger halten sich international zurück

Deutsche Privatanleger konzentrieren sich mit ihren Investments vornehmlich auf Deutschland und Europa, obwohl sie China überwiegend als kommende Supermacht einschätzen. Dass die Deutschen, wenn es ums Anlegen geht, offensichtlich zwar global denken, aber vor allem lokal agieren, zeigt eine heute veröffentlichte Studie des britischen Vermögensverwalters Schroders zum Thema ?Internationales Investieren?.

“Internationale Ausrichtung ist ausbaufähig”

83 Prozent der befragten Haushalte haben ihr Kapital überwiegend in Deutschland angelegt, knapp ein weiteres Drittel tätigt Investitionen außerhalb Deutschlands in Europa. In den aufstrebenden Volkswirtschaften Chinas und Indiens sind dagegen lediglich 3,7 beziehungsweise 1,8 Prozent engagiert, auch die USA sind als Anlageziel mit 8,1 Prozent nicht sonderlich gefragt. ?Die internationale Ausrichtung in deutschen Wertpapierdepots ist ausbaufähig?, resümiert Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH aus Frankfurt.

Auch bei der Investitionsplanung für die nächsten zwei Jahre ist das Bild das Gleiche: 70 Prozent der Befragten haben vor, in Deutschland zu investieren, 42 Prozent in Europa außerhalb Deutschlands. Für Anlagen in China, Russland, Indien und den USA interessieren sich nur jeweils weniger als zehn Prozent.

Der Trend ist zwar insofern erstaunlich, als die Hälfte der Teilnehmer davon ausgeht, dass China sich zur neuen ökonomischen Supermacht entwickelt, allerdings haben die deutschen Anleger offensichtlich ein ziemlich unerschütterliches Vertrauen in die Wirtschaft hierzulande: Lediglich 14 Prozent von ihnen glauben der Studie zufolge, dass Deutschland eine Rezession bevorsteht.

Urvertrauen in die heimische Wirtschaft

?Die Ergebnisse zeigen, dass der deutsche Anleger sich seiner Klumpenrisiken nicht bewusst ist und viel zu wenig streut?, schließt Küssner. Immerhin: Auf die Streuung ihrer Portfolios nach einzelnen Assetklassen achten die Deutschen inzwischen mehr: Rund 65 Prozent besitzen laut der Studie Investmentfonds, über 60 Prozent Festgeld- oder Tagesgeldkonten, und gut 46 Prozent halten Aktien. Über Sparbriefe und festverzinsliche Papiere verfügen 35 Prozent, über Zertifikate lediglich gut zehn Prozent.

Mit dem Umschichten haben es die Befragten indes nicht so, 16 Prozent verkaufen oder kaufen ihre Kapitalanlagen lediglich einmal im Jahr und damit noch öfter als weitere 37 Prozent. Auch in den kommenden 24 Monaten will die Mehrheit bei ihren Investments bleiben.

Im Rahmen der Studie wurden 1.096 Privatanleger durch Meinungsforscher vom GfK befragt. (hb)

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