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10. Juli 2008, 00:00
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ETF-Markt trotzt Finanzkrise

Das in börsengehandelten Investmentfonds, sogenannten Exchange Traded Funds (ETFs), verwaltete Vermögen ist in Europa im ersten Halbjahr 2008 trotz anhaltender Börsenturbulenzen um nahezu zehn Prozent auf 97,81 Milliarden Euro gewachsen, berichten Analysten der Deutschen Bank.

Die Zahl der ETFs habe sich demnach seit Jahresbeginn um knapp 16 Prozent erhöht. Ende Juni 2008 seien damit insgesamt 497 ETFs und 124 Exchange Traded Commodities, also börsengehandelte Rohstoffinvestments, von 29 Anbietern an 15 Börsen in Europa erhältlich gewesen.

Günstige Gebühren

Die Managementgebühren betrugen im Schnitt rund 0,33 Prozent. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen lag Ende Juni dieses Jahres bei circa 1,25 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen von ETFs auf Aktien ist wegen des guten Absatzes im ersten Halbjahr 2008 lediglich um 1,5 Prozent gesunken, während Indizes wie der DJ EURO STOXX 50 rund 23 Prozent verloren haben. Bei ETFs auf Renten-, Kredit- und Geldmarktindices sowie Rohstoffindices gab es 53,5 Prozent Plus.

Die Deutsche Börse führt mit knapp 30 Prozent des Handelsvolumens den Markt an. Es folgen NYSE Euronext Paris mit 21,6 Prozent und der London Stock Exchange mit 18,5 Prozent. (mr)

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