6. Januar 2011, 12:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Geldvermögen der Deutschen wächst

Das Geldvermögen der Bundesbürger hat sich im vergangenen Jahr weiter vergrößert. Die Gründe für das Vermögensplus zeigt eine aktuelle Studie der Frankfurter Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI).

Geld-Stapel-Turm-127x150 in Studie: Geldvermögen der Deutschen wächstSo legte nach Schätzungen der AGI das Bruttogeldvermögen im abgelaufenen Jahr um knapp 220 Milliarden Euro zu und erreichte gegen Jahresende einen neuen Höchststand von 4,88 Billionen Euro, nach 4,67 Billionen Euro Ende 2009. Unter dem Strich verfügt im Schnitt jeder Bundesbürger aktuell über 59.900 Euro Vermögen (Ende 2009: 57.000 Euro).

Grund für das Vermögensplus von 4,7 Prozent sind laut AGI die hohe Sparquote und ein per Saldo sehr gutes Börsenjahr. So seien etwa zwei Drittel des Geldvermögenszuwachses als neue Anlagemittel zugeflossen, ein Drittel durch Kursgewinne.

Das höhere Sparvolumen im Jahr 2010 resultierte der Studie zufolge einerseits aus einer leicht höheren Sparquote (11,3 Prozent nach 11,1 Prozent im Jahr 2009) sowie einem Anstieg der verfügbaren Einkommen um etwa 2,6 Prozent.

Anlageentscheidungen weiter von Vorsicht geprägt

Im Hinblick auf Anlageentscheidungen agierten die Bundesbürger trotz konjunktureller Erholung und gestiegener Einkommen mit Vorsicht. Ihr Geld schichteten sie auch 2010 weiter auf kurzfristig verfügbare Konten um. Entsprechend war bei dieser Anlageform ein nochmaliger Anstieg von rund zehn Prozent zu verzeichnen, so die Studie.

Einbußen mussten dagegen Termineinlagen und Sparbriefe im Portfolio der privaten Haushalte hinnehmen. Eine geringe Verzinsung gepaart mit der terminlichen Bindung machte diese Anlagen unattraktiv, sodass 2010 weitere rund 30 Milliarden Euro aus diesen Anlagen abgezogen wurden (nach 120 Milliarden Euro im Vorjahr).

Eine Präferenz für risikoärmere Investitionen zeigte sich AGI zufolge auch bei der Fondsanlage. Hier konnten im vergangenen Jahr insbesondere Mischfonds Boden gut machen.

Ein weiteres Ergebnis: 38 Prozent der Anlagen liegen bei Banken und Sparkassen (siehe Grafik). Rund 1,85 Billionen Euro liegen dort als Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie als Sparbriefe. Zwar nahm die Bedeutung von Kapitalmarktprodukten wie Aktien, Investmentfonds, Rentenpapiere und nicht börsennotierte Beteiligungen 2010 wieder leicht zu, dennoch erreicht ihr Anteil derzeit nur knapp 28 Prozent. Noch 2006 hatten der Studie zufolge die Anteile der Bank- und Kapitalmarktanlagen dicht beieinander gelegen. Vergleichsweise stabil blieb dagegen mit knapp 29 Prozent der Anteil der Versicherungen am Geldvermögensbestand der Deutschen. (ks)

Strukturver Nderungen-Geldverm Gen in Studie: Geldvermögen der Deutschen wächst

Foto: Shutterstock; Grafik: AGI

3 Kommentare

  1. […] auf RekordstandKölner Stadt-AnzeigerRP ONLINE -Financial Times Deutschland -cash-online.deAlle 39 […]

    Pingback von Immer mehr auf der hohen Kante – Frankfurter Rundschau | Hasen Chat Wirtschaft — 7. Januar 2011 @ 11:26

  2. […] Jahr weiter vergrößert. Die Gründe für das Vermögensplus zeigt eine aktuelle Studie […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von Studie: Geldvermögen der Deutschen wächst | Mein besster Geldtipp — 7. Januar 2011 @ 06:03

  3. Ein sehr interessanter Beitrag!
    Es ist immer gut zu wissen, wo das Geld der Masse hinfließt!

    Massenpsychologie ist das zwar nicht, aber wieder ein weiterer Zeigefinder den man nutzen kann, um noch mehr Geld zu machen!

    Onassis

    Kommentar von Onassis — 6. Januar 2011 @ 21:09

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einbrüche: GDV rechnet mit erneutem Rückgang

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland könnte nach Einschätzung der Versicherer das vierte Jahr in Folge zurückgehen. Davon sei nach dem Verlauf der versicherten Einbrüche im ersten Halbjahr 2019 auszugehen, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) der Deutschen Presse-Agentur mit.

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: Niedrige Zinsen reichen nicht aus

Immer mehr Deutsche entscheiden sich trotz Niedrigzinsen und günstiger Baukredite gegen den Erwerb von Wohneigentum. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch-Hall. Über weitere Ergebnisse.

mehr ...

Investmentfonds

Financial Advisors Awards 2019: And the winners are…

…hieß es am 20. September für acht der Financial Advisors Awards 2019. Zum 17. Mal in Folge wurden die Branchenauszeichnungen im Rahmen der Cash.Gala verliehen. Die Bilder der Sieger

mehr ...

Berater

Deutlicher Rückgang der Fallzahlen beim Kfz-Diebstahl

Das Bundeslagebild “Kfz-Kriminalität 2018” zeigt einen deutlichen Rückgang der Zahl dauerhaft gestohlener Kraftfahrzeuge (Kfz) in Deutschland. Insgesamt 16.613 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im Berichtsjahr 2018 entwendet. Wie sich der Trend entwickelt.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...