21. August 2012, 09:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

„Deutsche Aktien sind günstig bewertet“

Der Wert deutscher Aktien wird nach Meinung von Pioneer Investment auch in den kommenden Monaten von den politischen Entwicklungen rund um die europäische Schuldenkrise bestimmt.

Deutsche Aktien

Karl Huber, Fondsmanager Pioneer Investment

Trotz dieser Schwierigkeiten und der konjunkturellen Abschwächung bietet der Markt über deutsche Aktien weiterhin gute Einstiegsmöglichkeiten. Zu dieser Einschätzung kommt Karl Huber, Fondsmanager des Pioneer Investments German-Equity-Fonds.

„Das Geschehen um die Euro-Krise wird die Volatilität an den Börsen hoch halten. Viele deutsche Aktien sind jedoch nach wie vor günstig bewertet und strukturell stark – hier ergeben sich bei einer mittel- bis langfristigen Perspektive attraktive Anlagechancen bei sorgfältiger Einzeltitelauswahl“, erläutert der Investmentexperte. Interessante Werte findet Huber in allen drei Segmenten: Small, Mid und Large Caps.

Deutsche Aktien profitieren von guten globalen Wachstumsperspektiven

Zwar sei die Verlangsamung der konjunkturellen Entwicklung nun auch bei den Gewinnen der Unternehmen angekommen, generell aber biete die globalisierte Wirtschaft nach wie vor gute Wachstumsperspektiven, besonders für deutsche Konzerne.

„China, Indien und andere Emerging Markets werden in ihrem Streben nach Wohlstand weiter einen bedeutenden Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten und deutsche Unternehmen dürften davon überproportional profitieren“, erklärt Huber. Die international starke Wettbewerbsposition deutscher Unternehmen sowie die Produktion innovativer Produkte mit höchster Qualität seien langfristig Pluspunkte für deutsche Aktien.

„Gesunde Bilanzen machen deutsche Unternehmen krisenresistenter“, sagt der Fondsmanager. Dies sei neben der hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch moderate Lohnstückkostenentwicklung und niedrigen Zinsen ebenfalls ein klarer Vorteil deutscher Firmen.

In seinem Portfolio deutscher Aktien hat Karl Huber Versorger derzeit leicht übergewichtet. Dies begründet er damit, dass die Branche aufgrund der politischen Situation stark gelitten habe, und daher aus Bewertungsgesichtspunkten attraktiv ist.

Zudem stellen sich die Versorger, wie beispielsweise Eon, für die Zukunft neu auf. Beim Finanzsektor ist Huber aus taktischen Gründen ebenfalls leicht übergewichtet. Neuzugänge im Portfolio sind der Optik- und Laserspezialist Jenoptik und das Bahn-Infrastruktur-Unternehmen Vossloh. (fm)

Foto: Pioneer Investment

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Grauer Kapitalmarkt: Anbieter fischen in sozialen Medien

Über Facebook, Instagram & Co. bauen fragwürdige Unternehmen Kontakt zu jungen Interessenten auf und wollen sie für ihre Geldanlagen gewinnen. Die Marktwächter-Experten der Verbraucherzentrale Hessen stellten fest, dass die untersuchten Angebote undurchsichtig sind. Oft scheinen Schneeballsysteme dahinter zu stecken.

mehr ...

Immobilien

Trendbarometer 2019: Es wird nicht so gut bleiben, wie bislang

Der deutscher Gewerbeimmobilienmarkt ist im europäischen Vergleich attraktiv. Stagnierende Margen und die Neugeschäftsentwicklung zeichnen eine leichte Eintrübung. Deshalb rücken nun zunehmend mehr B-Städte in den Fokus. Welchen Einfluss zudem die Digitalisierung besitzt. 

mehr ...

Investmentfonds

Energiewende: Das ist jetzt von Vermögensverwaltern gefordert

Enormer Erfolg grüner Parteien bei den Wahlen zum Europaparlament oder auch die Fridays for Future-Bewegung – das Thema Klimawandel ist in aller Munde. Zugleich mehren sich die Rufe nach stärkeren politischen Maßnahmen. Ein Kommentar von Eva Cairns, ESG Investment Analyst bei Aberdeen Standard Investments.

mehr ...

Berater

Intrapreneur: Reizen Aktien Mitarbeiter zu mehr Unternehmertum an?

Ergebnisse der Global Equity Insights Survey 2019 zeigen, dass die Verbreitung langfristiger variabler Vergütung  auch auf niedrigeren Hierarchieebenen voranschreitet. Wieso sich Märkte und Unternehmen nun langfristigen Bindungen durch Aktienplänen öffnen.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

OLG Celle: Anlagevermittler muss Schadensersatz leisten

Ein Finanzanlagenvermittler ist aufgrund eines Prospektfehlers Schadensersatz pflichtig. Dies urteilt nun das Oberlandesgericht Celle in einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann geführten Verfahren. Was das Urteil für Andere bedeutet. 

mehr ...