13. März 2012, 13:14
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„Asset Management ist mehr als Geschmackssache“

Allerdings muss man zwei Schritte unterscheiden. Zunächst geht es darum, nachhaltige Unternehmen aus den Schwellenländern in größerer Zahl in die bestehenden Ökoworld-Fonds zu integrieren. Dazu führen wir viele Gespräche mit unserem SRI-Research. Denn jedes Schwellenland hat seine Besonderheiten.

Beispielsweise hat China Probleme mit der Einhaltung der Menschenrechte, wohingegen Brasilien mit Atomkraft und der Rodung von weiten Teilen des Amazonas in Verbindung zu bringen ist. Hier beobachten das Nachhaltigkeitsresearch und auch wir wachsam die Entwicklungen und diskutieren Unternehmensvorschläge mit dem Ökovision-Anlageausschuss und dem Fachbeirat.

In einem zweiten Schritt gilt es herausfinden, inwieweit die Zahl der von uns als investierbar eingeschätzten Unternehmen ausreichend ist. Eine Vision wäre ein eigener Emerging Markets Fonds bei Ökoworld.

Nachhaltiges Investment

Cash.: Wo liegt dafür die kritische Größe?

Mozer: Bei einem Universum von unter 200 Unternehmen, die unseren SRI-Anforderungen genügen, ist natürlich noch Luft nach oben. Daran arbeiten wir. Außerdem ist die Frage zu beantworten, in welchem Maße lassen sich an Gesellschaften aus den Emerging Markets dieselben harten Kriterien anlegen wie an Unternehmen aus den entwickelten Ländern. Unser Ökoworld-Ansatz lässt keine 08/15-Lösungen zu. Und das ist auch gut so.

Wir wollen unserem Kodex nicht untreu werden. Bei Schwellenländern muss das nachhaltige Potenzial immer in Relation zum Entwicklungsstand gesehen werden. Dort herrschen oft ganz andere Grundbedürfnisse vor, die es zu befriedigen gilt, als in den Industriestaaten. Schlagwörter sind hier unter anderem die Bekämpfung des Hungers oder der Zugang zu sauberem Wasser. Die letztgenannten Themen sind natürlich für Europa grundsätzlich weniger relevant.

Allerdings ist bei Ländern wie beispielsweise Griechenland schon zu fragen, ob dort nicht längst wieder ein Status wie bei anderen Schwellenländern vorherrscht. Das gleiche trifft sicherlich auf eine ganze Reihe von Ländern in Osteuropa zu, die einen großen Schritt hinter den Industriestaaten hinterher hinken.

Seite 6: Fokus auf dem Immobiliensektor

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