Anzeige
8. März 2012, 10:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schroders: Japans Aktien im Aufwärtstrend

Im März 2011 wurde Japan von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht – das viertgrößte, das weltweit jemals aufgezeichnet wurde. Ein Jahr später sind die Fortschritte des Landes bemerkenswert und der Aktienmarkt attraktiv.

Japan

Gastkommentar: Shogo Maeda, Schroder Investment Management

Es forderte mehr als 16.000 Menschenleben, zerstörte die Infrastruktur und die Versorgungskette Japans und verschlimmerte die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme des Landes. Der anschließende Tsunami fegte über viele Städte hinweg und richtete weitere Schäden an. Ein Jahr später blickt Japan auf einen beispiellosen Wiederaufbau zurück und arbeitet darauf hin, das Land wieder auf Kurs zu bringen. Kurz vor dem ersten Jahrestag des Bebens kann festgehalten werden, dass die bisherigen Fortschritte des Landes bemerkenswert sind.

Eines der folgenschweren Nebenereignisse des Erdbebens war die Nuklearkatastrophe von Fukushima. Die Weltbank schätzte die Kosten der Krise auf 235 Milliarden US-Dollar, was sie zu einer der teuersten Katastrophen der Welt macht.

Die Behörden arbeiteten jedoch mit vollem Einsatz, um das Leck zu beseitigen, und inzwischen sinkt die Strahlung. Tepco (Tokyo Electric Power Company), der Betreiber des Fukushima-Kraftwerks und größter Stromversorger in Japan, verzeichnete im Zusammenhang mit der Katastrophe deutliche Einbußen. Ein Jahr später beobachten wir bei Tepco positive Entwicklungen, wie etwa die Stabilisierung der beschädigten Atomreaktoren und die immer besseren Aussichten auf staatliche Unterstützung. Japans Premier Yoshihiko Noda ging die Frage um die Atomkraft pragmatisch an und ordnete nach dem Erdbeben eine Überprüfung an, um zu ermitteln, wie die Kernenergie – auf die vor dem Beben fast ein Drittel der Stromerzeugung entfiel – genutzt werden sollte.

Japans Verbraucher und Unternehmen prüfen ihre Energienutzung. Der Energieverbrauch ist um 10 bis 20 Prozent gesunken, und es besteht kein Zweifel daran, dass sich die Hersteller von Konsumgütern künftig auf energieeffiziente Produkte konzentrieren werden. Interessanterweise rechnet Sekisui Chemical, ein führendes japanisches Bauunternehmen, damit, dass der Anteil seiner mit Solarkollektoren ausgestatteten Häuser in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahrs – das im März 2012 endet – auf 90 Prozent ansteigen wird. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 77 Prozent. Als Folge der Katastrophe und der höheren Energiekosten wird Japan demnach noch energieeffizienter.

Die Katastrophe hat japanische Verbraucher und Unternehmen zu einer aktiven Überprüfung ihrer Energienutzung veranlasst. Der Energieverbrauch ist um 10 bis 20 Prozent gesunken, und es besteht kein Zweifel daran, dass sich die Hersteller von Konsumgütern künftig auf energieeffiziente Produkte konzentrieren werden.

Seite 2: Produktion unter Druck

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Bayerische hat neue Fondsrente im Angebot

Die Bayerische erweitert ihr Angebot in der Altersvorsorge und startet die neue Basis-Rente Aktiv, eine Fondsrente mit variablen Anlagemöglichkeiten. Kunden können dabei zwischen drei Tarif-Angeboten wählen: Chance, Wachstum oder Sicherheit.

mehr ...

Immobilien

Wohnpreise entkoppeln sich von Einkommen

Die Immobilienpreise sind in urbanen und ländlichen Gebieten weiter gestiegen. In den Metropolen überholt das Preiswachstum inzwischen die Entwicklung der Einkommen. Der BVR stellt drei Forderungen an die Politik, um die Entwicklung zu verlangsamen.

mehr ...

Investmentfonds

Viel Rückenwind für Schwellenländer

Während die globale Konjunktur nur langsam vorankommt, lassen zahlreiche Schwellenländer die Industriestaaten hinter sich. Im Durchschnitt erwarten Karen Watkin und Morgan Harting, beide Multi-Asset Portfolio Manager bei AllianceBernstein, für die Schwellenländer 2017 ein Wachstum von 4,1 Prozent, für die Industrieländer hingegen nur knapp über zwei Prozent. Doch das ist nicht der einzige Faktor, der für Anlagen in den Emerging Markets (EM) spricht.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Prospekthaftung: BaFin gibt Entwarnung – ein wenig

Die BaFin hat gegenüber Cash. zu einem BGH-Urteil Stellung genommen, das einen von ihr geprüften Fondsprospekt mit deutlichen Worten kassiert hatte und damit auch Fragen zur Rechtssicherheit aktueller Emissionen aufwirft.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...