Anzeige
11. Juni 2015, 08:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ellwanger & Geiger: Die Nervosität steigt

Michael Beck, Leiter Asset Management beim Stuttgarter Bankhaus Ellwanger & Geiger, über die Turbulenzen am deutschen Aktienmarkt.

Michael Beck-Kopie in Ellwanger & Geiger: Die Nervosität steigt

Michael Beck, Ellwanger & Geiger

Liebgewonnene oder, wie der Volksmund sagt, “psychologisch wichtige” Index-Marken sind in Gefahr. Der magischen runden Zahl 12.000 Punkte des deutschen Leitindex Dax wurde nicht lange nachgetrauert, da die Kurse im April so weit enteilt waren, dass eine kleine Korrektur als überaus heilsam empfunden wurde.

Lang erwartete, heilsame Korrektur

Inzwischen hat der Dax jedoch mehr als 1.000 weitere Punkte eingebüßt und die als sichere Marktniveau-Untergrenze eingeschätzte 11.000-Punkte-Marke nur mühsam halten können. Der Kampf um diese Marke ist in vollem Gange, die Wahrscheinlichkeit weiterer Kursrückgänge ist gegeben. In den Augen vieler Marktteilnehmer handelt es sich dabei nach wie vor um die lang erwartete, insgesamt eher heilsame Korrektur, die Überhitzungserscheinungen abbaut.

200-Tage-Linie noch nicht in Reichweite

Zudem schwächen sich für die europäischen Aktienmärkte unterstützende Einflussfaktoren wie ein sehr schwacher Euro und ein überaus tiefer Rohölpreis etwas ab, was die Kursrückgänge plausibel erscheinen lässt. Die bei Charttechnikern gern bemühte 200-Tage-Linie verläuft bei circa 10.500 Punkten, was bedeutet, dass erst bei Unterschreiten dieser Marke die Warnlämpchen bei den Börsianern zu leuchten beginnen.

Hoffnung auf Beilegung de Hellas-Krise in letzter Minute

Nach wie vor ist aber eine Staatspleite Griechenlands wohl nicht endgültig in die Aktienmärkte eingepreist. Die überwiegende Mehrheit hofft auf eine Beilegung der Krise in letzter Minute, auch wenn es nur eine Verschiebung der Probleme auf der Zeitachse bedeutet. Ob dies Griechenland weiterhilft, darf bezweifelt werden. Den überaus nervösen Märkten würde es jedoch etwas an Spannung und Druck nehmen.

Foto: Ellwanger & Geiger

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Lange Ausfälle wegen psychischer Probleme

Rückenschmerzen, Erkältungen und psychische Probleme haben im ersten Halbjahr einen Großteil der Krankschreibungen von Arbeitnehmern verursacht. Dies geht aus einer Analyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit mit Daten von rund 2,3 Millionen erwerbstätigen Versicherten hervor.

mehr ...

Immobilien

Zehntausende Haushalte empfangen zu viel Wohngeld

34.000 Haushalte haben zu Unrecht Wohngeld empfangen, wie die Bild-Zeitung berichtete. Betroffene haben zum Teil mehrere Einkünfte nicht angegeben. Die Zeitung beruft sich auf Angaben des Bundesbauministeriums.

mehr ...

Investmentfonds

Ökologischer Einfluss auf die Rohstoffförderung wächst auch in Schwellenländern

Der Einfluss der Politik auf die Entwicklung der unterschiedlichen Rohstoffsektoren nimmt permanent zu. Die Preisfindung wird sich laut Alwin Schenk vom Bankhaus Sal. Oppenheim immer stärker an umweltpolitischen Maßnahmen orientieren.

mehr ...

Berater

Beratungstool: Insinno bringt zertifizierte Finanzanalyse-Software

Die Heidelberger Softwareschmiede Insinno hat Vertrieb, Support und Rechte der Defino-Software übernommen, die sie im Auftrag von Definet entwickelt hat. Berater, Versicherer, Banken und Steuerberater das Tool jetzt kostenlos testen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Reeder erwarten langsam bessere Geschäfte

In der Schifffahrtsbranche rechnen nach einer Studie rund 60 Prozent von 105 befragten deutschen Hochseereedereien in den kommenden zwölf Monaten mit Wachstum, wie die Unternehmensberatung PwC am Dienstag in Hamburg mitteilte.

mehr ...

Recht

Elternunterhalt: Zehn Situationen, in denen Kinder nicht zahlen müssen

Geld für den Unterhalt der eigenen Eltern zu zahlen ist neu und sowohl für den Pflegebedürftigen als auch für seine Kinder schwer zu akzeptieren. Daher stellt sich immer wieder die Frage: Wer muss überhaupt zahlen? Oder was ist zu tun, damit man den eigenen Kindern nicht zur Last fällt? Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

mehr ...