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26. März 2015, 09:06
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Roubini warnt vor Grexit

Starökonom Nouriel Roubini geht davon aus, dass ein Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone das Auseinanderbrechen des Währungsraums zur Folge hätte.

Roubini

Nouriel Roubini, Roubini Global Economics

 

Der Gründer des Research-Unternehmens Roubini Global Economics prognostizierte auf einer Konferenz der US-Gesellschaft BNY Mellon in Paris, dass ein sogenannter Grexit erhebliche Folgen nach sich ziehen werde.

Weitere Länder könnten folgen

Nicht zuletzt erwartet der Professor für Nationalökonomie, dass im Fall eines Ausstiegs die sinkenden Spreads für Staatsanleihen der Mitgliedsländer wieder steigen könnten. Darüber hinaus besteht laut Roubini das politische Risiko, dass andere Länder folgen würden und das Ende der Eurozone nicht mehr zu verhindern wäre.

Roubini hält einen Grexit allerdings nicht für wahrscheinlich, da insbesondere Deutschland ein Ende der Eurozone verhindern wolle: “Am Ende des Tages wird Deutschland kein Interesse an einem Abschied der Griechen und dem folgenden Auseinanderbrechen der Eurozone haben.”

“Mehr Reformen nötig”

Der Ökonom betont die Wichtigkeit der Reformvorhaben in Ländern wie Spanien und Frankreich: “Die Maßnahmen gehen in die richtige Richtung, Ausmaß und Geschwindigkeit erscheinen aber noch viel zu niedrig.”

Die aktuellen Maßnahmen der EZB, insbesondere die monatlichen Anleihekäufe in Höhe von 60 Milliarden Euro, führen bereits zu einer signifikanten konjunkturellen Erholung, stellt auch der Experte fest: “Die entscheidende Frage ist aber, wie dauerhaft diese Entwicklung sein wird.” (mr)

Foto: Shutterstock

 

2 Kommentare

  1. ich kann die Meinung des Herrn Fred nur voll unterstützen. Ein Auscheiden Grichenlands aus die europäische Währungsunion ist dringend erforderlich und absolut überfällig! Es ist nicht akzeptabel, dass sich über Jahre hinweg ganz Europa von den Griechen an der Nase herumtanzen lässt. M.E. liegt der Grund in diesem politsichen Irrsinn darin, dass die Politiker Angst haben bei einem Scheitern der
    Griechenlandpolitik dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.
    Ein Schuldenerlass muss absolut Tabu sein. Das Land verfügt über genügend Vermögenswerte! Wenn Europa den Griechen z. B. Schulden erlassen würde um einen”Neustart” nach deren Regel zu gestalten, sind wir in ein paar Jahren wieder dort wo die Griechen aufgehört haben. Zu einem “wirtschaftlicher Neustart” müßte sich die griechische Gesellschaft grundlegend ändern; dies geht nur wenn die Griechen aus dem Euro ausscheiden und für ihre geschicke künftig alleine die Verantwortung tagen.

    Kommentar von Haas G. — 28. März 2015 @ 13:54

  2. ich staune immer über kommentare sogenannter experten, der gesunde menschenverstand sagt einem das ein ausgemerztes “faules ei”, quasi eine schnellere gesundung erbringt. mir ist nur nicht klar welche lobby dieser experte vertritt. mich ärgert nur, das “ungeprüft” viele länder sofort in die eurozone einverleibt wurden. diese “täter” sollte man zwangsenteignen, um die aufgenötigten schäden an der “allgemeinheit” zu minimieren.
    grundsätzlich ist der schritt in ein gemeinsames europa der absolut richtige und in jeder hinsicht wichtig.

    Kommentar von fred — 27. März 2015 @ 11:57

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