Anleger reduzieren deutlich ihr Risiko

Die heftigen Kurseinbrüche zu Jahresbeginn ließen die Anleger nicht kalt. Wie die aktuelle Auswertung des UBS Investor Sentiment Index zeigt, agierten sie im Januar deutlich vorsichtiger als noch im Dezember. Der Index misst, wie risikobereit Käufer von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX agieren.

Aktuell halten sich die Börsenhändler eher zurück.

Im vergangenen Monat lag der durchschnittliche Cap der gewählten Discounter 11,27 Prozent unter dem jeweils aktuellen DAX-Stand – im Vormonat waren es lediglich 5,28 Prozent gewesen. Der Januar-Wert liegt knapp unter dem Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate.

Der UBS Investor Sentiment Index misst die Höhe der Caps, die Anleger beim Kauf von UBS Discount- Zertifikaten auf den DAX gewählt haben, und vergleicht diese Werte mit dem jeweiligen Stand des deutschen Aktienindex. Erreicht der DAX am Laufzeitende den Cap oder liegt sogar darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Zertifikate die maximal mögliche Rendite. Liegt der Cap weit unterhalb des DAX, zeigt dies, dass Anleger größere Kursrückgänge erwarten. Die Höhe des gewählten Caps ist daher ein Indikator für den Optimismus beziehungsweise Pessimismus der Anleger. Der UBS Investor Sentiment Index spiegelt also die Risikobereitschaft der Anleger wider.

DAX-Einbruch belastet Stimmung

In den ersten drei Wochen des neuen Jahres zog es den DAX um mehr als zwölf Prozent in die Tiefe. Zu Monatsbeginn lag der Cap im Schnitt 11,52 Prozent unter dem DAX-Niveau. Zur Monatsmitte notierte er 8,34 Prozent und zum Monatsende 13,53 Prozent unter dem Indexstand. Während die Risikobereitschaft der Anleger im Vormonat noch wesentlich höher war, lag der Cap im Januar im Schnitt knapp unter dem aktuellen Niveau des rollierenden Zwölfmonats-Mittelwerts von 10,73 Prozent.

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„Möglicherweise spielte die Einschätzung, dass sich die Kurseinbrüche zu Jahresbeginn weiter fortsetzen könnten, bei den Anlegern eine wichtige Rolle“, sagt Steffen Kapraun, Zertifikate-Experte bei UBS. „Das Risiko zu reduzieren war offenbar für viele naheliegend – zumal die Sorge um das gebremste Wirtschaftswachstum Chinas zusätzlich für schlechte Stimmung an den Börsen sorgte“, ergänzt der UBS-Experte. „Aufgrund der aktuell hohen Volatilität setzen offenbar viele Selbstentscheider darauf, die Märkte genau zu beobachten und entsprechend schnell zu reagieren.“ (tr)

Foto: Shutterstock

 

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