25. April 2016, 09:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Brasilianische Qualitätsunternehmen sind attraktive Investments

Nachdem die Abgeordnetenkammer des brasilianischen Nationalkongress mit großer Mehrheit dafür gestimmt hat, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff einzuleiten, ist nun der Senat am Zug. Gastkommentar von Gonzalo Pangaro, T. Rowe Price.

Brasilien-750 in Brasilianische Qualitätsunternehmen sind attraktive Investments

Aktien aus Brasilien können chancenreich sein.

Wenn dieser in den kommenden Wochen ebenfalls für die Eröffnung eines Verfahrens votiert, müsste Rousseff zumindest für die Dauer des Verfahrens die Amtsgeschäfte an ihren Stellvertreter Michel Temer übergeben. Alle Augen richten sich deshalb auf Temer, denn angesichts des möglichen Amtsenthebungsverfahrens hatte sich das Sentiment der Investoren bereits in den vergangenen Wochen verbessert.

Wir gehen davon aus, dass Temer keine andere Wahl hat, als entschieden eine marktfreundliche Richtung einzuschlagen und so die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung zu beleben. Neben der steuerlichen Konsolidierung werden dabei auch andere Maßnahmen nötig sein, um die Staatseinnahmen zu steigern – ebenso wie Reformen, die Investitionen begünstigen.

Privatbanken sind chancenreich

Hinsichtlich unserer Kerninvestments sind wir weiterhin zuversichtlich, weil wir uns auf hochwertige Unternehmen konzentrieren, die auch in einem schwierigen Umfeld bestehen können. Die attraktivsten Anlagechancen sehen wir in Banken aus dem Privatsektor, Einkaufszentren und Qualitätsunternehmen aus dem Konsumgüterbereich. Wenn es einer neuen Regierung gelingen würde, die Inflation zu senken und die mittelfristigen Probleme hinsichtlich Steuern und Schulden in den Griff zu bekommen, hätte das positive Auswirkungen auf brasilianische Investments.

Auch wenn die ökonomische Lage weiterhin schwierig bleiben wird, haben Unternehmen mit soliden Bilanzen auf mittlere und lange Sicht das Potenzial zu starken Wertsteigerungen. Der Markt betrachtet die Asset-Qualität im Bankensektor vor dem Hintergrund des anhaltenden wirtschaftlichen Abschwungs zwar kritisch. Allerdings haben etliche Banken aus dem privaten Sektor in den vergangenen fünf Jahren eine konservative Kreditvergabepolitik betrieben, sodass die Auswirkungen konjunktureller Entwicklungen kontrollierbar sein sollten und die Rentabilität höhere Bewertungen rechtfertigen würde, als sie derzeit vorliegen. Die privaten Banken haben eine Eigenkapitalrentabilität von nahezu 20 Prozent beibehalten und das sogar in dem gegenwärtigen, sehr herausforderndem wirtschaftlichen Umfeld. Gonzalo Pangaro, ist Portfoliomanager des Emerging Markets Equity Fund von T. Rowe Price, Vereinigte Staaten. (tr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...