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29. Juni 2016, 12:16
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Brexit: Pieter Jansen von NNIP im Exklusiv-Interview

Noch immer dominiert das Brexit-Referendum das Geschehen an den Finanzmärkten. Cash. sprach mit dem niederländischen Experten Pieter Jansen, Senior Strategist Insurance bei NN Investment Partners.

Pieter-Jansen-NNIP-Kopie in Brexit: Pieter Jansen von NNIP im Exklusiv-Interview

Pieter Jansen von NNIP Partners analysiert die Folgen der Brexit-Referendums für die Finanzmärkte.

Cash.: Welche politischen Folgen sehen Sie durch das Votum? Wie groß ist aus Ihrer Sicht die Gefahr einer Spaltung Großbritanniens und wie wahrscheinlich ist, dass es Nachahmer in der EU geben wird?

Pieter Jansen: Die politische Situation in Großbritannien ist stark in Bewegung, und das Ergebnis des Referendums hat zu großer politischer Unsicherheit geführt. Die beiden politischen Parteien (Conservatives und Labour) reagieren mit Führungsdiskussionen, und die Scottisch National Party bringt ein erneutes Referendum zur schottischen Unabhängigkeit ins Spiel. Noch ist unklar, wann ein neues Schottland-Referendum stattfinden könnte (formal muss es von der britischen Regierung autorisiert werden), und zu welchem Ergebnis es führen würde, aber als Option ist es nicht von der Hand zu weisen. Mit anderen Worten: Die Instabilität ist ein ernst zu nehmender Faktor in Großbritannien, und sie hat die Bevölkerung in zwei Lager geteilt, sowohl geographisch als auch demographisch und sozial.

Der Druck im Land direkt nach dem Referendum steigt durch diese Faktoren weiter. Sollte die Unsicherheit zu einer britischen Rezession führen, so könnte sich die Unruhe weiter verstärken. Es besteht das Risiko einer Ansteckung anderer Regionen. Die Anti-EU-Parteien haben schon erkennen lassen, dass sie Referenden befürworten. Gerade mit Blick auf eine Reihe von anstehenden Parlamentswahlen ist die Ansteckungsgefahr ein Risiko.

Cash.: Welche Auswirkungen hat die Entscheidung aus Ihrer Sicht langfristig auf die Kapitalmärkte und die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands?

Pieter Jansen: Langfristig hängen die Auswirkungen für Volkswirtschaft und Finanzmärkte davon ab, welche Vereinbarungen die EU mit Großbritannien trifft. Es könnte verstärkte Handelshemmnisse geben, die das Wachstum sowohl in der EU als auch in Großbritannien bremsen würden. Deutschlands direkte Abhängigkeit von Großbritannien ist recht gering, so dass auch die Auswirkungen auf das deutsche Wachstum sich in Grenzen halten könnte. Die gestiegene Unsicherheit, was die EU angeht, könnte Risikoprämien an den Finanzmärkten etwas Auftrieb geben. Viel wird davon abhängen, ob die Ansteckungsgefahr für andere Länder eingedämmt werden kann und wie der Austritt Großbritanniens gelöst wird.

Seite zwei: Folgen des Brexits für Multi-Assets-Fonds

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