Anzeige
Anzeige
8. März 2016, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Aussichten für das Jahr 2016 hellen sich auf

Kann 2016 das Jahr werden, in dem die Weltwirtschaft die Folgen des China-Schocks und der stark gesunkenen Rohstoffpreise verdaut? Für Chris Iggo, CIO Fixed Income bei Axa Investment Managers, gibt es durchaus Anlass zur Hoffnung darauf.

Iggo-Chris-Axa-IM-750 in Die Aussichten für das Jahr 2016 hellen sich auf

Chris Iggo von Axa ist für die Märkte nicht ganz pessimistisch.

 

„Die Finanzmärkte haben sich in den vergangenen Wochen erholt vor dem Hintergrund, dass sich die positiven Signale aus China verstärkt und die Ölpreise offenbar ihren Boden gefunden haben”, kommentiert Iggo. Von dieser Stabilisierung in der Realwirtschaft habe an den Finanzmärkten vor allem das Segment der Unternehmensanleihen profitiert. „Die Ausweitung der Credit Spreads ging zuvor einher mit dem Einbruch der Ölpreise. Dementsprechend ist nun eine Stabilisierung im Energiemarkt ein positiver Faktor für den Kreditsektor“, schlussfolgert Iggo.

Ihm zufolge sind Hochzins- und Emerging-Markets-Anleihen vor allem deswegen in den vergangenen Wochen besonders gut gelaufen, weil sie wie einige andere Assets auch zuvor ein ungewöhnlich niedriges Niveau erreicht hatten, von dem sie sich nun erholt haben. „In den hohen Credit Spreads Mitte Februar war ein viel schlechterer Ausblick für die Weltwirtschaft eingepreist als dies die meisten Ökonomen derzeit für wahrscheinlich erachten – nicht einfach nur eine Rezession, sondern ein starker Einbruch mit der Folge einer Fülle von Unternehmenspleiten.“

Zwar hält Iggo im laufenden Jahr durchaus ein negatives Wachstum bei denjenigen Volkswirtschaften für möglich, die bislang schon sehr schwach gewachsen sind oder praktisch stagnieren. „Aber einen scharfen Einbruch in der Art des Jahres 2008 halte ich für unwahrscheinlich“, so der Experte und warnt vor überzogenem Pessimismus: „Der Kollaps der Ölpreise ist kein asymmetrischer Schock für die Weltwirtschaft – es gibt Gewinner genauso wie Verlierer.“

Iggo zufolge ist es allerdings nicht zu leugnen, dass diese Entwicklung zunächst asymmetrische Auswirkungen auf die Finanzmärkte gehabt hat – und zwar wegen der starken Verschuldung und den Ertragseinbrüchen im Rohstoff- und Energiesektor und in den rohstoffreichen Ländern. „Die systematische Realität ist allerdings, dass es Volkswirtschaften, Unternehmen und Konsumenten gibt, die von einem niedrigen Ölpreis profitieren. Man stelle sich umgekehrt nur einmal vor, wie wir auf die Welt schauen würden, wenn Öl immer noch 140 Dollar pro Barrel kosten würde.“

Auch wenn wegen des unbestimmten Ausgangs des Referendums in Großbritannien über den Verbleib in der EU und der anstehenden Präsidentschaftswahl in den USA politische Risiken für die Finanzmärkte im laufenden Jahr bestehen, bleibt Iggo auf kurze Sicht optimistisch für den Kreditsektor. „Wenn das nominelle Wachstum der US-Wirtschaft 2016 die 3,4 Prozent-Marke aus dem Vorjahr erreicht, ist das gut für den Rest der Welt – vor allem, weil dann China nicht implodiert und Europa eine Deflation verhindern kann“, erklärt Iggo.

Er empfiehlt Investoren: „Eine breite Aufstellung im Kreditsegment sollte aufgrund der attraktiven Renditen von US-Hochzins- und Investment-Grade-Anleihen, europäischen Hochzinsanleihen und Emerging-Markets-Bonds für steigende Erträge 2016 sorgen.“ (tr)

Foto: Axa

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Höhere Schäden machen Kfz-Versicherung 2018 erneut teurer

Autobesitzer in Deutschland müssen sich nach Einschätzung der Hannover Rück 2018 auf weiter steigende Versicherungsprämien einstellen. Im Schnitt dürften die Beiträge in der Branche um ein bis zwei Prozent steigen, sagte Hannover-Rück-Manager Andreas Kelb am Montag beim Branchentreffen in Baden-Baden.

mehr ...

Immobilien

Die eigene Immobilie als Erfolgsprojekt

Mit anhaltenden Niedrigzinsen steigen die Immobilienpreise in den Top-Lagen immer stärker an. Doch auch in 1B-Lagen sind Schnäppchen selten. Was bedeutet das für die Menschen, die sich heute für eine Kapitalanlage in Immobilien entscheiden?

Gastbeitrag von Bianca de Bruijn-van der Gaag, ING-DiBa

mehr ...

Investmentfonds

“Kreditanalyse ist wichtiger denn je”

Seit der Finanzkrise ist fast ein Jahrzehnt vergangen, doch die Effekte an den Kreditmärkten sind weiterhin spürbar. Ein Gastbeitrag von Tatjana Greil-Castro von Muzinich & Co.

mehr ...

Berater

Banking-Fintech N26 kündigt Eintritt in den US-Markt an

Wie die mobile Bank N26 mitteilt, plant sie für Mitte 2018 den Markteintritt in die USA. Dort können sich Interessenten ab sofort in eine Warteliste eintragen, um dann ein Konto zu eröffnen. Zum geplanten Angebot werden demnach Girokonto, Karte, Überweisungen, Barabhebungen und Kundenbindungsprogramm gehören.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...