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11. Oktober 2016, 08:37
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Fester Greenback drückt auf die Rohstoffpreise

Die Preise für diverse Rohstoffe sind traditionell abhängig vom Kurs des US-Dollar. Dieser schwankte zuletzt deutlich.

SaxoBank Ole Hansen-Kopie in Fester Greenback drückt auf die Rohstoffpreise

Ole Hansen analysiert die Rohstoffmärkte für die Saxo Bank.

„In der vergangenen Woche war im Rohstoffsektor reichlich Bewegung zu verzeichnen. Am Ende hielten sich allerdings Gewinne und Verluste die Waage“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Im Anschluss an den Beschluss der Opec hinsichtlich einer Produktionskürzung schoss der Ölpreis in die Höhe. Edelmetalle hingegen wurden hart getroffen und der Goldpreis fiel unter die Marke von 1.300 US-Dollar pro Feinunze. Grund hierfür sei die Liquidierung großer Longpositionen.

„Abgesehen vom Energiesektor, der hohe Gewinne verzeichnete, war der erstarkte US-Dollar der Hauptgrund für sektorenübergreifende Verluste bei den meisten Rohstoffen. Der Greenback kletterte gegenüber einem Währungskorb auf seinen Höchststand vom Juli dieses Jahres “, sagt Hansen. Vor allem Verkäufe des britischen Pfunds, des Yen und des Euros später in der Woche hätten hierzu beigetragen.

Der Goldmarkt befindet sich in der Defensive

„Im Anschluss an die Bekanntgabe der neusten US-Arbeitsmarktdaten fand Gold bei der Marke von 1.250 US-Dollar pro Feinunze Unterstützung. Das gelbe Metall befindet sich wieder auf jenem Stand von vor der Post-Brexit-Rallye im Juni. Somit sind 38,2 Prozent der Rallye von Dezember 2015 bis Juli 2016 aufgebraucht“, sagt Hansen. Verantwortlich für die schwächste Woche des Jahres bei Gold seien insbesondere der starke US-Dollar und Sorgen bezüglich eines Kurswechsels der Zentralbanken. „Der Markt befindet sich insofern in der Defensive. Auf kurze Sicht könnte die Reaktion chinesischer Investoren wegweisend sein, die am Montag aus ihrer Nationaltagswoche, der sogenannten Golden Week, zurückkehren“, sagt Hansen.

Im Anschluss an eine wochenlange Rallye ging Öl zum Ende der vergangenen Woche Luft aus. „Der Sorte Brent gelang es nicht, ihre Höchstmarke vom 9. Juni diesen Jahres zu knacken. Diese lag bei 52,88 US-Dollar pro Barrel“, sagt Hansen. Derweil habe die Nachfrage nach der Sorte WTI am Nymex Futures Exchange ein neues Rekordhoch erreicht. „Ein klares Zeichen dafür, dass Verwalter, Produzenten und Hedgefonds ihre Aktivitäten in der vergangenen Woche erhöht haben“, sagt Hansen. Für den Moment könne der stark verbesserte technische Ausblick für Öl neue Käufer anziehen, wenngleich sich ein deutlich höherer Preis als kontraproduktiv erweisen könnte. „Möglicherweise führt dies dazu, dass sich die Aufmerksamkeit vom Potential einer Produktionskürzung durch die Opec wegbewegt und stattdessen hochpreisige Nicht-Opec-Produzenten plötzlich ihre Chance wittern“, sagt Hansen abschließend. (tr)

Foto: Saxo Bank

 

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