26. September 2016, 08:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Harte Landung erfolgt in China trotz hoher Schulden nicht

Derzeit diskutieren viele Investoren über eine harte Landung. Vor allem die Schulden bereiten den Anlegern Kopfschmerzen.

Rothmann in Harte Landung erfolgt in China trotz hoher Schulden nicht

Andy Rothman erwartet keine harte Landung in China.

„Chinas Schuldenproblem ist ernst. Aber das Risiko einer harten Landung seiner Wirtschaft oder einer Bankenkrise ist niedrig“, sagt Andy Rothman. In der aktuellen Version seines Research-Berichtes „Sinology: Clearing Up China’s Debt“ verweist der Investmentstratege des Asien-Spezialisten Matthews Asia darauf, dass die notleidenden Kredite des Landes in erster Linie bei Unternehmen im Staatsbesitz zu finden seien. „Die womöglich faulen Kredite in China sind die von Firmen im Staatsbesitz, nicht von Privathaushalten oder privaten Betrieben.“

Schulden höher als in Deutschland

Viele der Kredite, die nicht mehr zurückgezahlt werden können, seien auf Anweisung des Staates von Banken im Staatsbesitz an Unternehmen im Staatsbesitz vergeben worden, betont Rothman. Ende 2015 lag Chinas gesamte Verschuldung ─ also alle Schulden von Staat, Unternehmen und Privathaushalten zusammengenommen ─ laut Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) bei 255 Prozent des Bruttosozialproduktes (BSP). Zum Vergleich: Deutschlands gesamte Verschuldung betrug 184 Prozent des BSP.

Rothman geht in seinem Bericht in einem umfassenden Frage-und-Antwort-Katalog auf Ursachen, Ausmaß, Verteilung und Risiken der Schulden Chinas ein. In Bezug auf die Lösung des Problems sagt der Experte, der selbst mehr als 20 Jahre in China gelebt und gearbeitet hat: „Chinas Schulden aufzuräumen wird teuer. Der Prozess wird wahrscheinlich zu allmählich langsameren Wachstumsraten, größerer Volatilität und einer höheren staatlichen Verschuldung führen ─ aber nicht zur dramatisch harten Landung oder einer Bankenkrise.“ (tr)

Foto: Matthews Asia

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Waldbrand: Wer zahlt die Schäden? 

Noch ist der August nicht zu Ende und Waldbrandgefahr steigt weiter. So gilt in vielen Landkreisen Brandenburgs seit dem Wochenende höchste Gefahrenstufe. Auch im Norden Bayerns, im südlichen Hessen oder etwa in Niedersachsen muss laut Deutschem Wetterdienst aufgrund der anhaltenden Hitze mit Waldbränden gerechnet werden. Doch wer zahlt überhaupt die entstandenen Schäden?

mehr ...

Immobilien

Neues BGH-Urteil zu Modernisierungskosten

Der BGH stellt klar: Instandhaltungsanteil muss von Modernisierungskosten abgezogen werden. Der Mieterbund begrüßt Urteil als längst überfällig.

mehr ...

Investmentfonds

„Großbritannien droht der wirtschaftliche Doppelhammer“

Im zweiten Quartal 2020 hat das Vereinigte Königreich den schwersten Konjunktureinbruch unter allen entwickelten Volkswirtschaften der G7-Staaten erlitten. Damit ging die britische Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr 2020 um annähernd 22 Prozent zurück – das ist mehr als das Dreifache dessen, was während der globalen Finanzkrise 2008 bis 2009 vom Höchst- bis zum Tiefststand verzeichnet wurde. Ein Kommentar von David Riley, Chief Investment Strategist bei BlueBay Asset Management.

mehr ...

Berater

OVB erzielt Umsatzplus im 1. Halbjahr 2020

Nach einer dynamischen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal des Jahres konnte der europäische Finanzvermittlungskonzern
OVB im zweiten Quartal 2020 – trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie – das gute Umsatzniveau des Vorjahresquartals erreichen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bergfürst-Crowdinvestment: Büros zu Wohnungen

Die Crowdinvesting-Plattform Bergfürst sucht sechs Millionen Euro in Tranchen ab zehn Euro, um ein Bürohaus in Frankfurt am Main in Mikro-Apartments umzubauen. Vertrags-Detail: Wer wenig investiert, bekommt sein Geld unter Umständen als erster zurück.

mehr ...

Recht

Geldwäsche bekämpfen: Neufassung des Geldwäsche-Tatbestands im Strafgesetzbuch

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der strafrechtlichen Bekämpfung der Geldwäsche veröffentlicht. Der Referentenentwurf ist in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Finanzen erarbeitet worden. Länder und Verbände können bis zum 7. September 2020 dazu Stellung nehmen.

mehr ...