Niedrigerer Goldpreis bietet Einstiegsmöglichkeit

Viele Minen haben in den vergangenen Jahren vor allem bei den Investitionen in neue Minenprojekte und der Suche nach neuen Lagerstätten gespart, also der Exploration. So hat die Goldindustrie zum Beispiel die Explorationsausgaben zwischen 2012 und 2016 von zehn auf vier Milliarden US-Dollar gesenkt.

Die durchschnittlichen Produktionskosten sind in der Goldindustrie zwischen 2012 und 2016 nur wenig gefallen, trotz des gesunkenen Ölpreises. Die durchschnittlichen Investitionen haben sich allerdings von 661 US-Dollar je Unze auf 233 US-Dollar je Unze fast gedrittelt!

Tiefpunkt beim Goldpreis zum Einstieg nutzen

Ein spannender Aspekt ist auch die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Investitions- und Produktionskosten.

2012 lag das Verhältnis bei eins, um bis zum dritten Quartal 2016 fast auf den Faktor drei zu steigen – dies war zuletzt zum Tiefpunkt des letzten Bärenmarktes in den Jahren 2000 und 2001 der Fall.

Danach begann der Goldpreis einen rasanten Anstieg. Auch damals, kurz vor der Implosion der Dotcom-Blase im Jahr 2001, bot sich ein attraktiver Einstiegszeitpunkt für Gold und Minenaktien.

Es besteht wenig Zweifel, dass es angesichts ungenügender Investitionen und Explorationausgaben in den Goldminen zu einer stark fallenden Produktion in den nächsten Jahren kommen wird.

Da gleichzeitig auch die durchschnittlichen Goldgehalte in den Lagerstätten fallen, kann nur ein steigender Goldpreis diese fundamentale Malaise ausgleichen. Für Investoren, die diese Komplexitäten der Bergbauindustrie verstehen, ergibt sich somit ein weiterer Grund den aktuellen Tiefpunkt beim Goldpreis zum Einstieg zu nutzen.

Dr. Joachim Berlenbach ist Berater für den Earth Exploration Fund UI und für den Earth Gold Fund UI. Er ist Gastdozent für Wirtschaftsgeologie an der Bergakademie Freiberg und gibt regelmässig Vorträge über die Evaluierung von Rohstofffirmen im internationalen CFA Programm.

Foto: Earth Resource Investment Group / Shutterstock

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