10. Oktober 2016, 14:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Wall Street könnte eine Jahresendrallye hinlegen

Die US-Präsidentschaftswahlen werden einen erheblichen Einfluss auf die US-Börsen sowie auf die internationalen Aktienmärkte haben.

Budelmann-Till-Christian Berenberg 2015-10-Kopie in Die Wall Street könnte eine Jahresendrallye hinlegen

Till Christian Budelmann sieht deutliche Chancen auf steigende Kurse falls Clinton die Wahl gewinnt.

Überraschungen bei den bevorstehenden Wahlen in den USA könnten den Aktienmarkt auf breiter Front belasten, meint Till Christian Budelmann, US-Aktienexperte im Berenberg Investment Committee und Fondsmanager des Berenberg Systematic Approach-US Stockpicker Fund. Kommt es allerdings zum derzeit wahrscheinlichsten Wahlergebnis, dürften sich Anleger über eine Jahresendrallye freuen, und der Bullenmarkt bei US-Aktien sollte sich im kommenden Jahr fortsetzen. Dazu sollte weniger die Notenbankpolitik, sondern vielmehr die für 2017 erwartete Rückkehr des Gewinnwachstums bei den Unternehmen beitragen. Chancen bieten – dank der Stabilisierung des Ölpreises – vor allem Energietitel.

Normalerweise glaubt Budelmann an den Spruch: „Politische Börsen haben kurze Beine.“ Der US-Aktienexperte von Berenberg geht jedoch davon aus, dass es diesmal anders ist. Die Wahlen in den USA könnten einen stärkeren Einfluss auf die Aktienmärkte haben. Am 8. November sind die US-Bürger aufgerufen, den Präsidenten, das Abgeordnetenhaus und große Teile des Senats neu zu wählen. „Zwar blicken die Medien vor allem auf die beiden Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump. Wir halten die Wahl des Abgeordnetenhauses aber für viel entscheidender“, sagt Budelmann.

Eine kontrollierte Präsidentin Clinton wäre am besten für die Märkte

Grundsätzlich sieht er drei Szenarien. Seiner Ansicht nach ist das beste und zugleich auch das wahrscheinlichste Szenario für die Märkte ein Wahlsieg der Demokratin Clinton, während die Republikaner die Mehrheit im Abgeordnetenhaus verteidigen. Dann könnte das System der Checks and Balances funktionieren. Diese Kontrollfunktion des Abgeordnetenhauses wäre in dieser Form nicht mehr gegeben, wenn das zweite Szenario eintritt: ein haushoher Sieg Clintons, der indirekt auch zur Machtübernahme der Demokraten im Senat und sogar im Abgeordnetenhaus führt. „Dann könnte sie ihre Politik nahezu unkontrolliert umsetzen. Es würde wahrscheinlich höhere Steuern und mehr Regulierung geben“, so Budelmann. Auch das dritte Szenario, ein Wahlsieg Trumps und einen republikanischen Kongress, hält er für problematisch für die Märkte. „Allerdings würden Berater und Abgeordnete Trump sicherlich bei einigen Themen auch etwas bremsen.“

Die Wahrscheinlichkeit, dass Clinton neue Präsidentin wird, sieht Budelmann aktuell bei 80 zu 20, dass die Republikaner das Abgeordnetenhaus weiter dominieren ebenfalls bei 80 zu 20 Prozent. Die Chancen für die beiden Parteien im Senat hält er für ausgeglichen.

Trump-Sieg hätte negative Folgen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Provinzial NordWest: Kerngesund und kraftvoll trotz Orkanschäden

Die Provinzial NordWest hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2018 erneut sehr erfolgreich als wachstums- und ertragsstarker Versicherungskonzern im Markt positioniert. Mit einem Anstieg der gebuchten Beitragseinnahmen um 3,4 % auf 3,46 Mrd. Euro wuchs der zweitgrößte öffentliche Versicherer deutlich über dem Marktdurchschnitt. Der Markt ist in der Schaden-, Unfall- und Lebensversicherung (inkl. Pensionskassen und Pensionsfonds) um 2,3 % gewachsen.

mehr ...

Immobilien

Immobilien: Wann der Käufer Schadensersatz fordern kann

Der vertragliche Haftungsausschluss ist kein Tor zur Narrenfreiheit: In seinem Urteil vom 9. Februar 2018 hat der Bundesgerichtshof geklärt, wann trotz eines vertraglich zugesicherten Haftungsausschlusses des Verkäufers ein Schadenersatzanspruch aufgrund von Sachmängeln bestehen kann (Az.: V ZR 274/16). Ein Beitrag von Philipp Takjas, McMakler

mehr ...

Investmentfonds

“Hoher Investitionsbedarf treibt die Kurse”

Aktien von Infrastrukturunternehmen gelten in Krisenzeiten als deutlich stabiler als der breite Markt. Warum das so ist und welche weitere Vorteile Investments in das Segment Infrastruktur bieten, erklärt Susanne Linhardt, Senior Portfolio Managerin Aktien bei Bantleon, im Gespräch mit Cash.

mehr ...

Berater

Erneut Kritik an der Grundrente durch die Union

Nach Überzeugung von CDU/CSU führt die Grundrente nach dem Konzept der SPD zu einer überproportionalen Besserstellung von Teilzeitbeschäftigten, bevorzugt Partnerschaften nach traditionellem Rollenmodell und sorgt für deutlich höhere Aufwertungen von Renten als im Koalitionsvertrag vorgesehen. Dies geht aus Berechnungen im Auftrag der Union hervor, die der Düsseldorfer “Rheinischen Post” vorliegen.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Insolvenzverwalter holt Immobilien vom Gründer zurück

Im Insolvenzverfahren über das Privatvermögen des Gründers des Container-Anbieters P&R wurde die erste Gläubigerversammlung abgehalten. Der Insolvenzverwalter konnte demnach Vermögenswerte sichern – wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

mehr ...

Recht

BVK: Provisionsdeckel frühestens ab März 2020

Der von der Großen Koalition geplante Provisionsdeckel in der Lebensversicherung wird in diesem Jahr nicht mehr in Gesetzesform gegossen. Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands deutscher Versicherungskaufleute (BVK), geht davon aus, dass das Gesetzesvorhaben nicht vor März 2020 umgesetzt wird. Das teilte er in einer Pressekonferenz des BVK in Kassel mit.

mehr ...