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10. Mai 2017, 09:01
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Degroof Petercam: Bei Europa-Aktien wachsam bleiben

Die Erleichterung über den Wahlsieg von Emmanuel Macron ist in Brüssel deutlich zu spüren. Dennoch ist die europäische Kuh noch lange nicht vom Eis. Nicht zuletzt hat Frankreichs neuer Staatspräsident bereits im Juni die nächste Hürde zu nehmen.

Michael-Broes Degroof-Petercam Klein-Kopie in Degroof Petercam: Bei Europa-Aktien wachsam bleiben

Michael Broes, Degroof Petercam Asset Management, sieht noch Unsicherheiten in Europa.

Im Juni muss Macron als Parteiloser bei den Parlamentswahlen mit seiner politischen Bewegung “En Marche” mindestens eine relative Mehrheit erzielen.

Degroof Petercam Asset Management begrüßt als unmittelbar aus dem politischen Zentrum Europas heraus agierender Vermögensverwalter den Wahlausgang sowie das dahinterstehende Bekenntnis des überwiegenden Teils der Franzosen zur Europäischen Gemeinschaft.  Nichtsdestotrotz bleiben die Gefahren auf der gesamteuropäischen politischen Ebene und damit auch für die Finanzmärkte bestehen. Macron muss erst einmal unter Beweis stellen, dass er im Stande ist, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen in Frankreich zu meistern.

Außerdem werden die europafeindlichen Tendenzen nicht nur in Frankreich hoch bleiben. Schließlich entfielen im ersten Wahlgang Ende April mehr als 40 Prozent der Wählerstimmen auf das rechts- bzw. linksextreme politische Lager. Und auch am 7. Mai hätte jeder dritte Franzose lieber die rechtsnationale Marine Le Pen als neue Staatspräsidentin gesehen.

Nächste Zitterpartie: Italien

Unsicherheit auf der politischen Bühne geht auch weiterhin von Italien aus. Dort ist die Zustimmung für Europa niedriger denn je. Die Parlamentswahlen im nächsten Jahr können als ähnlich kritisch wie die in Frankreich eingestuft werden und eine neue Zerreißprobe für die Gemeinschaft bedeuten.

Der Sieg von Emmanuel Macron sollte die deutsch-französische Achse wieder stärken. Wenngleich Bundeskanzlerin Angela Merkel erste Forderungen des neuen Präsidenten nach einem stärkeren Engagement Deutschlands bereits zurückgewiesen hat. Dennoch ist zu erwarten, dass sich der Risikoaufschlag von französischen Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen deutlich verringern wird. Attraktiver erscheinen Staatsanleihen der europäischen Peripherie. So weisen bei insgesamt gesunkenen Risiken Staatspapiere aus Spanien, Irland oder Portugal deutlich höhere Spreads auf.

Seite zwei: Wachsam bleiben

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