Anzeige
4. April 2017, 13:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dekabank plant nach Gewinneinbruch vorsichtig

Das Ergebnis der Dekabank für das Geschäftsjahr 2016 liegt deutlich unter dem Vorjahreswert. Das Frankfurter Institut erklärte das mit einer deutlich gestiegenen Vorsorge für mögliche Kreditausfälle vor allem für Schiffsfinanzierungen. Für das laufende Geschäftsjahr geht die Dekabank von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus.

Dekabank plant nach Gewinneinbruch vorsichtig

2016 lag das Ergebnis der Dekabank mit 415,1 Millionen Euro um knapp ein Drittel unter dem Vorjahreswert.

Die Dekabank plant nach einem deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr für 2017 zurückhaltend. “Obwohl wir … von einem guten Provisionsergebnis und Finanzergebnis im ersten Quartal ausgehen, planen wir bisher für das Gesamtjahr 2017 ein wirtschaftliches Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2016”, sagte der Vorstandsvorsitzende des Wertpapierhauses der Sparkassen, Michael Rüdiger, bei der Bilanzvorlage am Dienstag in Frankfurt. Die Märkte seien jedoch “deutlich besser angelaufen als vor Jahresfrist”.

Kernkapitalquote 2016 deutlich gestiegen

2016 lag das wirtschaftliche Ergebnis mit 415,1 Millionen Euro um knapp ein Drittel unter dem Vorjahreswert (610,6 Millionen Euro). Damit bewegte sich die Kernkennzahl der Dekabank im Rahmen der im Herbst gesenkten Gewinnprognose. “Das Zahlenwerk der Deka ist solide”, betonte Rüdiger. Die harte Kernkapitalquote als Risikopuffer beispielsweise stieg deutlich auf 16,7 (Vorjahr: 12,4) Prozent.

Den Gewinnrückgang erklärte die Dekabank im Wesentlichen mit einer deutlich gestiegenen Vorsorge für mögliche Kreditausfälle vor allem für milliardenschwere Schiffsfinanzierungen, die vor dem Jahr 2010 abgeschlossen wurden. Die Risikovorsorge schnellte binnen Jahresfrist von rund 80 Millionen Euro auf rund 210 Millionen Euro in die Höhe.

Verstärkter Trend zu Fondssparplänen

Damit hinterlässt die Dauerkrise in der Schifffahrt, die etlichen Banken zu schaffen macht, auch in der Bilanz der Dekabank tiefe Spuren. Ohne die “unerfreulichen Entwicklungen rund um die Schiffe” sei das Jahr 2016 “operativ zufriedenstellend abgeschlossen” worden, bilanzierte Finanzvorstand Matthias Danne. Der Fondsabsatz reichte zwar nicht mehr an das Ausnahmejahr 2015 heran, obwohl wegen der mickrigen Sparzinsen Fonds weiterhin gefragt sind.

Mit 16,9 (Vorjahr: 19,5) Milliarden Euro frischem Geld für Fonds und Zertifikate erzielte die Dekabank, die zu 100 Prozent den Sparkassen gehört, aber den zweitbesten Wert der vergangenen zehn Jahre. 9,2 (9,3) Milliarden Euro kamen von institutionellen Kunden wie Versicherungen und Pensionskassen, auf das Geschäft mit Privatkunden entfielen 7,7 (10,2) Milliarden Euro.

Im laufenden Jahr habe sich der Trend zu Fondssparplänen verstärkt: Bis Mitte März seien im Schnitt pro Woche etwa 10.000 neue Deka-Fondssparpläne abgeschlossen worden. Damit sei etwa die Hälfte des letztjährigen Volumens in dieser Kategorie bereits erreicht. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Arbeiten im Alter: Wenn die Rente (nicht) reicht

In Deutschland ist weit mehr als ein Viertel aller Rentnerinnen und Rentner in den ersten drei Jahren nach Übergang in eine Altersrente erwerbstätig: Besondern Frauen sind betroffen. Rund  31 Prozent gehen einer regelmäßigen bezahlten Beschäftigung nach. Bei den Männern 28 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Alpin-Skigebiete: Wo Immobilien am gefragtesten sind

Noch zeigt sich das Wetter in Deutschland sommerlich warm, aber die nächste Wintersaison steht vor der Tür. Der Immobilienberater Knight Frank hat die Veränderungen bei den Immobilienpreisen in den französischen und Schweizer Alpin-Skigebieten untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Dollar hat Leidensweg noch vor sich

Die Eurozone könnte die US-Wirtschaft überholen. Die US-Wirtschaft schwächt sich ab, während sich die Eurozone stabilisiert. Darauf werden auch die Zentralbanken reagieren und somit die Renditen von Staatsanleihen und die Wechselkurse beeinflussen.

mehr ...

Berater

Leadmanagement: Sales und Marketing müssen kooperieren

Kunden nehmen ein Unternehmen immer als Einheit wahr. Abteilungsgrenzen interessieren ihn nicht. Deshalb muss die interne Zusammenarbeit Hand in Hand funktionieren. Isoliert agierende “Silos“ kann man dabei nicht brauchen.

Gastbeitrag von Anne M. Schüller, Businesscoach

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Einfach oder qualifiziert? Bei Rot ist Schluss mit lustig

Ob bewusst oder aus Versehen, ob im Auto oder auf dem  Fahrrad. Wer glaubt,  bei „Kirschgrün“ könne man mal eben schnell noch drüber hüpfen, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Und es drohen saftige Strafen – von Bußgeld über Punkte in Flensburg bis hin zur Haftstrafe.

 

mehr ...