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21. November 2017, 14:10
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Deutsche Bank gilt weiter als systemrelevant für die Finanzstabilität

Die Deutsche Bank wird nach Einschätzung eines internationalen Beobachtergremiums als weiterhin systemrelevant und damit gefährlich für die globale Stabilität der Finanzmärkte eingeschätzt. Das geht aus der am Dienstag in Basel veröffentlichten aktuellen Liste des FSB hervor.

Deutsche Bank gilt weiter als systemrelevant für die Finanzstabilität

Die Aufseher der FSB raten der Deutschen Bank zur Bildung eines zusätzlichen Eigenkapitalpuffers von zwei Prozent auf die Risikopositionen.

Der internationale Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board/FSB) stufte den deutschen Branchenprimus in der aktuellen Bewertung immer noch weit vorne unter den systemrelevanten Banken ein.

Der Zusammenbruch einer als systemrelevant eingestuften Geschäftsbank könnte die globale Wirtschaft insgesamt ins Wanken bringen. Die Aufseher der FSB raten der Deutschen Bank zur Bildung eines zusätzlichen Eigenkapitalpuffers von zwei Prozent auf die Risikopositionen.

Die Deutsche Bank rangiert in der Einstufung durch den FSB in einer Gruppe mit der Bank of America, der Citigroup und der britischen Großbank HSBC.

Französische Groupe BPCE nicht mehr dabei

Weltweit wird nur noch eine Bank als noch gefährlicher für die internationale Finanzstabilität eingeschätzt: Die US-Investmentbank JPMorgan Chase. Hier empfehlen die Stabilitätswächter einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffer von 2,5 Prozent auf die Risikopositionen.

Insgesamt umfasst die jährlich aktualisierte Liste global systemrelevanter Banken 30 Institute. Die Royal Bank of Canada ist hinzugekommen, dafür ist die französische Groupe BPCE nicht mehr dabei. Wichtiges Kriterium ist neben der Größe auch die Vernetzung in der Finanzwelt.

Das FSB war 2009 als Reaktion auf die Finanzkrise von der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländern (G20) gegründet worden. Das Gremium soll Notenbanker, Aufseher und Regierungsvertreter der Länder zusammenzubringen und das Vorgehen koordinieren. Die Umsetzung in konkrete Regeln liegt bei den nationalen Gesetzgeber. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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