Anzeige
3. April 2017, 08:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dividendensaison 2017: Vier Gründe für ein stabiles Kapitaleinkommen

Dividenden rücken immer mehr in den Blick für die Erzielung von Kapitaleinkommen – dies umso mehr, als sich mit langsam steigenden Inflationsraten das Thema “Reflation” wieder nach vorne spielt. Vier Faktoren sprechen 2017 für stabile, wenn nicht sogar steigende Dividendenrenditen.

Ein Kommentar von Hans-Jörg Naumer, Allianz Global Investors

Dividendensaison

Hans-Jörg Naumer: “Dividenden können per Kapitaleinkommen einen Ausweg aus dem Niedrigzinsumfeld bieten.”

Insbesondere europäische Unternehmen zeigten sich im internationalen Vergleich ausschüttungsfreundlich. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass Dividenden dem Depot zu mehr Stabilität verhelfen können.

Steigende Dividendenrendite

Die Lehren der Vergangenheit müssen allerdings mit der zukünftig zu erwartenden Entwicklung geerdet werden. Folgende Faktoren sprechen im aktuellen Marktumfeld für stabile, wenn nicht sogar steigende Dividendenrenditen:

-> Während in Europa das Verhältnis von ausbezahlter Dividende zum Gewinn je Aktie mit derzeit etwa 80 Prozent deutlich über Vorkrisenniveau liegt, ist die Ausschüttungsquote in den USA und in Asien mit rund 50 Prozent und knapp 45 Prozent moderater. Der Spielraum für zukünftige Dividendenerhöhungen bleibt somit für die Unternehmen in diesen Märkten bestehen.

-> Unternehmen verfügen derzeit über einen hohen Bestand an frei verfügbaren Mitteln (Cashflow). Beispielsweise liegt der Netto-Cashflow der US-Unternehmen in Relation zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei zwölf Prozent. Er nähert sich damit seinem Höchststand von 2011.

Unterstützungsfaktoren überwiegen

-> Beim Gewinnausblick für 2017 überwiegen die Unterstützungsfaktoren gegenüber den Belastungsfaktoren. In den USA sollten sich bei den Gewinnen unter anderem die Erholung im Energiesektor, die zu erwartenden Steuersenkungen und die Ausgabenprogramme bemerkbar machen. Belastend dagegen wirken die Aufwertung des US-Dollar und der Margendruck im Gefolge steigender Lohnstückkosten. Die Firmen in der Europäischen Union dürften ebenfalls, wenn auch nur mittelbar über die konjunkturelle Lage, von dem US-Fiskalstimulus profitieren – sowie von der Erholung im Energie- und voraussichtlich auch im Bankensektor. Belastend sollte die politische Unsicherheit wirken. Die Consensus-Schätzungen der Analysten bezüglich der Gewinnsteigerungen dürften dabei nicht ganz erreicht werden.

-> Da im Kontext der Geld- und Geo-Politik eine erhöhte Volatilität zu erwarten ist, sollten Dividenden ihre Funktion als Stabilitätsanker ausspielen können.

In der Gesamtsicht zeigt sich: Dividenden können per Kapitaleinkommen einen Ausweg aus dem Niedrigzinsumfeld bieten.

Hans-Jörg Naumer ist Head of Global Capital Market & Thematic Research von AllianzGI

Foto: Allianz GI


Weitere Artikel:

Hans-Werner Sinn: “USA soll sich an die eigene Nase fassen”

Dirk Müller: “Trump differenziert betrachten”

Warren Buffett: Das sagt er über Trump

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...