10. Februar 2017, 07:00
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ETFs: In turbulenten Zeiten die richtige Wahl?

Die ETFs erleben gerade einen Höhenflug ohnegleichen, nicht zuletzt ausgelöst durch die neuen Robo-Advisors. Sie gelten als kostengünstig und scheinen gefeit gegen menschliche Fehler in der Portfoliokonstruktion. Alle diese Gründe klingen plausibel – stimmen aber nicht. Wer nur in ETFs investiert, geht große Risiken ein.

Gastkommentar von Michael Jensen, Moventum

ETFs: In turbulenten Zeiten die richtige Wahl?

“Es stellt sich die Frage, wie effizient Kapitalmärkte wirklich sein können und was die aktuelle Volatilität für passive Investments, wie beispielsweise ETFs, bedeutet.”

Denn ETFs bilden per Definition einen fixen Markt ab. Läuft es gut, laufen ETFs – aufgrund ihrer Kosten mit kleinem Abstand – mit nach oben. Stürzen die Märkte, stürzen auch die ETFs – wegen der Kosten etwas stärker. ETFs gehen alle Schwankungen voll mit.

Insgesamt, so könnte man denken, ist es für viele Anleger immer noch reizvoller die so erzielbare Marktrendite zu erhalten, als sich an einen Star-Fondsmanager zu binden, der ein oder zwei Jahre über Durchschnitt performt und dann – wie so viele – dem Markt nur noch hinterherschaut.

Brexit und Trump-Sieg überraschten Märkte

Dieses Verhalten setzt jedoch ein großes Vertrauen in die Effizienz der Märkte voraus. Und die haben in den vergangenen Monaten nicht gerade gezeigt, dass sie wirklich Entwicklungen vorwegnehmen können. Weder den Brexit noch die Wahl von Donald Trump hatten die Märkte gesehen und eingepreist.

Bei der US-Präsidentenwahl kommt noch erschwerend hinzu, dass noch nicht einmal die Reaktion auf die Wahl Trumps richtig erwartet worden war. Noch vor den Präsidentschaftswahlen warnten die Investmentexperten der Wall Street vor einem deutlichen Einbruch der Aktienmärkte im Falle eines (unwahrscheinlichen) Trump-Sieges.

Wie effizient können Kapitalmärkte wirklich sein?

Die Realität konnte man in den Stunden und Tagen nach der Wahl beobachten. Es stellt sich die Frage, wie effizient Kapitalmärkte wirklich sein können und was die aktuelle Volatilität für passive Investments, wie beispielsweise ETFs, bedeutet. Denn wo ETFs bisher ihre Stärken ausspielten, treten jetzt Unwägbarkeiten auf.

Bisher punkteten sie vor allem auf sehr transparenten Märkten wie den großen Leitindizes der Industrieländer. Die Marktteilnehmer haben hier den vollen Zugang zu Informationen und können diese auch leicht antizipieren. Wer weiß, dass er in Aktien der USA, Europas oder der ganzen Welt investieren will, fährt beziehungsweise fuhr mit ETFs auf die großen Indices nicht schlecht.

Seite zwei: Aktive Fondsmanager können besser reagieren

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