Fixed Income: USA sind auf der Suche nach dem Gleichgewicht

In den USA ist man weiterhin auf der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen der sehr positiven Grundstimmung und den harten Fakten, sprich niedrigeren Zinssätzen und einer strafferen Politik der US-Notenbank Fed. Wir denken, dass die qualitativen und quantitativen Maßnahmen zu einem moderaten Wachstumsanstieg von knapp 2,2 Prozent führen dürften. Sollte die Regierung in puncto Steuerreform vorankommen, könnte das Wachstum auch stärker ausfallen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass sich Trumps wachstumsfördernden Regulierungs- und Fiskalmaßnahmen vor 2018 bemerkbar machen. Nach wie vor besteht eine Kluft zwischen den geldpolitischen Prognosen der US-Notenbank (Fed), den anhaltend niedrigen Zinssätzen und den lockeren Finanzbedingungen.

Höheres Niveau bei US-Zinsen

Wir rechnen damit, dass sich die US-Zinsen auf höherem Niveau einpendeln werden. Zudem bleibt abzuwarten, ob sich die allgemeinen Finanzbedingungen verschlechtern. Dies beeinflusst nicht zuletzt unseren Ausblick für die künftige Fed-Politik. In unserem Basisszenario gehen wir davon aus, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr noch zweimal anheben und damit beginnen wird, ihre Bilanz zu bereinigen. Das Tempo für Zinserhöhungen könnte dann in 2018 noch einmal anziehen.

China: Verschuldung bleibt kurzfristig größtes Risiko

Für uns bleibt es dabei, dass die Hauptrisiken in den Entwicklungsländern von China ausgehen, nicht zuletzt weil die Märkte hier möglicherweise zu optimistisch agieren. Die Konjunkturabschwächung stellt eine langfristige Herausforderung dar, aber auf kurze Sicht sind vor allem die steigenden Finanzierungskosten der überschuldeten chinesischen Unternehmen beunruhigend. Die Schulden der wichtigsten chinesischen Finanzinstitute sind so hoch, dass ein Eingriff der chinesischen Regierung denkbar ist. Selbst wenn dies so kommen sollte, macht das aber nicht die mangelnde Transparenz in Bezug auf notleidende Kredite in den Bilanzen der chinesischen Banken wett. Wir halten folglich an unserer Überzeugung fest, jene asiatischen Währungen unterzugewichten, die den Markt- oder konjunkturellen Turbulenzen in China am stärksten ausgesetzt sind. Hierzu zählen etwa der Taiwan-, Singapur- und Hongkong-Dollar.

Seite drei: Emerging Markets: Das Comeback der Währungen

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