19. Dezember 2017, 12:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Geldanlage überfordert Deutsche

Fast die Hälfte aller Deutschen traut sich nicht zu, ihr Geld in Finanzprodukte wie Aktien oder Fonds zu investieren, bei den unter Dreißigjährigen sind es sogar über 60 Prozent. Bei anderen Finanzangelegenheiten sind die Deutschen jedoch sicherer, wie eine Studie der RWB Group ergab.

Investieren-unsicher-fragezeichen-geldanlage-geld-frage-problem-shutterstock 524049376 in Geldanlage überfordert Deutsche

Ein großer Teil der Deutschen fühlt sich nicht in der Lage, sein Geld anzulegen.

Bei keiner anderen Finanzangelegenheit zeigen sich Deutsche so unsicher wie beim Investieren. Lediglich 55,1 Prozent trauen sich zu in Fonds oder Aktien zu investieren, während dies 79,8 Prozent für die Aufnahme eines Kredits angeben. Das geht aus der “Finanzwissen-Studie” hervor, die im Auftrag der RWB Group von der GfK durchgeführt wurde.

89 Prozent der Befragten seien jedoch überzeugt, eine Versicherung abschließen oder wechseln zu können. Den Abschluss einer privaten Altersvorsorge würden sich drei Viertel der Befragten zutrauen. Über 95 Prozent könnten problemlos Geld überweisen oder abheben.

Finanzanlage in Geldanlage überfordert Deutsche

Quelle: RWB Group AG/GfK SE, Oktober 2017; eigene Darstellung

“Alltägliche Finanzangelegenheiten stellen die meisten vor keine großen Probleme. Dass dazu scheinbar auch Kreditanträge gehören, ist allerdings erstaunlich”, sagt Norman Lemke, Vorstand und Gründer der RWB Group. “Vor allem Kredite für den kurzfristigen Konsum schränken die finanzielle Freiheit der Menschen ein und behindern so den langfristigen Vermögensaufbau.”

Selbstbewusstsein steigt mit Alter

Gerade die Jüngeren zeigen sich wenig selbstbewusst bei der Geldanlage. Lediglich 38,1 Prozent der Befragten, die unter 30 Jahre alt sind, wissen nach Ergebnissen der Studie, wie sie in Anlageprodukte wie Aktien oder Fonds investieren können.

Mit zunehmendem Alter steige das Selbstbewusstsein. So sehen sich in der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren bereits 51 Prozent in der Lage zu investieren. Bei den über 40-Jährigen steige das Zutrauen auf über 60 Prozent.

“Das Investieren in Aktien oder Fonds ist sicher nicht schwieriger als einen Kredit abzuschließen. Das Problem ist eher ein psychologischer Effekt: Mit einem Kredit ist sofortiger Konsum möglich. Das Ergebnis langfristiger Geldanlage zeigt sich hingegen erst nach vielen Jahren”, sagt Horst Güdel, Vorstand und Gründer von RWB Capital. (kl)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...