Moody’s: Gute Wirtschaftslage stützt deutsche Banken

Die gute Konjunktur kommt den deutschen Banken laut der Ratingagentur Moody’s zugute und hilft ihnen im schwierigen Zinsumfeld. Die Agentur hält an ihrem stabilen Ausblick für die Branche fest, wie sie am Donnerstag mitteilte.

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Die gute Konjunktur kommt den deutschen Banken zugute.

„Die aktuell förderliche Geldpolitik, außerordentlich niedrige Arbeitslosigkeit und moderate Lohnerhöhungen werden sich günstig auf den Inlandskonsum und die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte auswirken“, sagte Bernhard Held Vize-Präsident und Senior Analyst bei Moody’s.

Dadurch würden Kreditnehmer stärker in der Lage sein, ihre Kredite zurückzuzahlen. Dies erhöhe die Stabilität in den Büchern der Banken. Die größte Herausforderung für die Banken seien der Ertragsdruck infolge der anhaltend niedrigen Zinsen und einer hohen Kostenbasis. Die Ratingagentur geht davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Niedrigzinspolitik für die Dauer des Ausblickzeitraums von zwölf bis 18 Monaten beibehalten wird.

Deutsche Banken stellen sich neu auf

Die Zinseinnahmen, die Haupterlösquellen der Banken, würden dadurch trotz Sparmaßnahmen der Banken weiter erheblich belastet, heißt es weiter. Die deutschen Banken stellen sich derzeit neu auf. So will etwa die teilverstaatlichte Commerzbank bis zum Jahr 2020 insgesamt 9.600 Vollzeitstellen streichen ohne das Filialnetz auszudünnen.

Bis zum Jahr 2020 plant das Institut mit einem Stammpersonal von rund 36.000 Vollzeitstellen. Auch bei der Deutschen Bank läuft ein Stellenabbau. Das Geldhaus will bis 2018 weltweit unter dem Strich 9.000 Arbeitsplätze im eigenen Haus abbauen, davon 4.000 in Deutschland. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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