18. Januar 2017, 07:47
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Wo Bargeld lacht und Banking-Muffel wohnen

Der europaweit aktive Forderungsmanager Kruk hat in einer repräsentativen Studie untersucht, wie die Verbraucher in sieben europäischen Ländern Bargeld und Finanzprodukte nutzen. Die Unterschiede sind – zum Teil kulturell bedingt – enorm.

Geldvermoegen in Wo Bargeld lacht und Banking-Muffel wohnen

Die FFB erweitert mit Festgeld ihre Produktpalette.

Die EZB schafft den 500-Euro-Schein ab, Venezuela führt nach heftigen Protesten den 100-Bolivar-Schein wieder ein und kaum ein Thema wird derzeit so heftig diskutiert wie das Ansinnen der Politik, das Bezahlen mit Bargeld immer weiter einzuschränken – oft hochemotional.”Einerseits leuchtet vielen Deutschen die Bargeldobergrenze, wie sie in Italien und Frankreich besteht, an sich nicht recht ein. Andererseits ist es auch der Gedanke, europaweit einheitliche Obergrenzen für Transaktionen festzulegen, der ihnen nicht behagt – dieser “one-fits-all”-Ansatz, alle über einen Kamm zu scheren”, erklärt Dr. Michael Schäfer, Geschäftsführer der Kruk Deutschland GmbH. “Wir beobachten dagegen, dass sich die Völker Europas nicht nur kulturell unterscheiden, sondern vielfach konkret in ihrem Zahlungsverhalten.” 

Nur 87 Prozent der Deutschen haben ein Bankkonto

Nur 87 Prozent der deutschen Befragten haben nach eigenen Angaben überhaupt ein Bankkonto – weniger als in Polen, Tschechien und der Slowakei.

“Doch ohne ein Bankkonto können keine elektronischen Transaktionen vorgenommen werden, man ist also auf Bargeld angewiesen. Dies ist offenbar einer der Gründe für die erbitterte Diskussion um die Abschaffung des Bargelds in Deutschland”, vermutet Schäfer. Das die Deutschen den bargeldlosen Zahlungswegen weniger offen gegenüberstehen als andere Nationen, ist keine Überraschung. “Doch wenn aktuell nur 67 Prozent der Befragten Zahlungskarten wie etwa Kreditkarten nutzen, ist das sehr wenig”, so Schäfer. Bei den Polen sind es dagegen 80 Prozent, beim Spitzenreiter Spanien sogar 87 Prozent.

Zurückhaltung beim Mobile Payment

Auch beim Mobile Payment sind die Deutschen sehr zurückhaltend: Nur 15 Prozent der befragten Deutschen zahlen derzeit mit dem Smartphone – weniger als in allen andern Ländern, in denen die Kruk-Umfrage durchgeführt wurde. Vorkämpfer sind hier übrigens die Tschechen, ganze 35 Prozent nutzen hier bereits das Handy zum Bezahlen. Im Schnitt über alle sieben Länder liegt der Anteil 2016 bei 26 Prozent. “Beim Online-Banking allerdings liegen die Deutschen mit 74 Prozent aktiver Nutzer oberhalb des Durchschnitts – womöglich ist Mobile Payment schlicht noch zu neu und wird sich mit der Zeit auch hier durchsetzen”, erklärt Schäfer.

Seite zwei: Wo das Geld unter der Matratze liegt

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