Anzeige
29. März 2018, 09:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Arbeitslosenzahlen sinken weiter

Der Frühjahr belebt traditionell den Arbeitsmarkt: Bauunternehmen, Gärtnereien und Gastronomen fragen mehr Arbeitskräfte nach, als in den Wintermonaten. So auch dieses Jahr, wenn der Aufschwung auch schwächer als im Vorjahr ist.

Bau-arbeiter-helm-shutterstock 114098614 in Arbeitslosenzahlen sinken weiter

Ein Grund für den vergleichsweise schwachen Rückgang der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Februar seien die kalten Temperaturen gewesen.

Die Frühjahrsbelebung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat nach Expertenprognosen die Arbeitslosigkeit wieder stärker sinken lassen.

Mit voraussichtlich 2,47 Millionen liege die Zahl der Arbeitssuchenden im März um knapp 75.000 niedriger als im Februar, berichteten Volkswirte deutscher Großbanken unter Berufung auf eigene Berechnungen. Im März 2017 sei die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 265.000 Arbeitssuchende gesunken, 190.000 Menschen mehr. Die offiziellen März-Arbeitslosenzahlen veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Donnerstag in Nürnberg.

Positiver Ausblick

Der Grund für den voraussichtlich etwas schwächeren Rückgang als in den Vorjahren sei der kalte Winter, sind einige Fachleute überzeugt. Vor allem Baufirmen seien im März von der ungewöhnlich langen Kälteperiode überrascht worden. In den beiden Vorjahren habe oft bereits im März wieder auf Baustellen gearbeitet werden können.

Für das Gesamtjahr 2018 bleiben die Ökonomen trotzdem optimistisch. “Volle Auftragsbücher und das starke Wachstum der Weltwirtschaft lassen erwarten, dass der Job-Boom auch im Frühjahr kein Ende finden wird”, meinte etwa der Chefvolkswirt der staatlichen Förderbank KfW, Jörg Zeuner.

Auch andere Experten sehen keinen Anlass, ihre Arbeitsmarktprognosen für 2018 zu senken. Die Fachleute rechnen für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Schnitt um 100.000 bis 180.000 Menschen.

Stellenangebote stabilisiert

Unterdessen zeichnet sich bei den offenen Stellen ein Ende des in den vergangenen Jahren teils rasanten Wachstums ab. Nach Feststellungen der Bundesagentur hat sich inzwischen die Zahl der Stellenangebote auf hohem Niveau stabilisiert.

Seit Dezember 2017 sei die Nachfrage nach Arbeitskräften nicht mehr gewachsen, liege aber dennoch deutlich über dem Vorjahresniveau, berichtete die Bundesagentur am Mittwoch unter Berufung auf ihren aktuellen Stellenindex BA-X.

Ähnlich beurteilt auch das Ifo-Institut die Lage. Nach Erkenntnissen der Münchner Konjunkturforscher sind viele Firmen bei der Mitarbeitersuche etwas zurückhaltender als zuletzt. Entsprechend sank das Ifo-Beschäftigungsbarometer im März auf 112,4 Punkte – nach 113,5 Zählern im Februar. Am deutlichsten war der Rückgang im Handel. “Hier sind nur noch wenige Unternehmen auf Mitarbeitersuche”, stellt das Ifo-Institut fest. Auch die Industrie stelle zurückhaltender ein. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Assekuranz 4.0: Wie der Sprung in die Zukunft gelingt

In zehn bis fünfzehn Jahren wird die Branche kaum wiederzuerkennen sein. Welche Änderungen und Herausforderungen auf die einzelnen Geschäftsbereiche jetzt zukommen.

Gastbeitrag von Dr. Holger Rommel, Adcubum AG und Vincent Wolff-Marting, Versicherungsforen Leipzig

mehr ...

Immobilien

Bauboom schließt Lücken auf dem Wohnungsmarkt nicht

Auf dem Bau in Deutschland herrscht Hochkonjunktur – trotzdem mangelt es an bezahlbarem Wohnraum in Ballungsräumen. Die aktuelle Entwicklung reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken, konstatieren die Immobilienverbände und mahnen weitere Maßnahmen an.

mehr ...

Investmentfonds

Türkei-Krise: Nach 2008 haben sich Anleger viel Hornhaut zugelegt

Die Währung ist der Aktienkurs eines Landes. Angesichts des aktuellen dramatischen Verfalls der türkischen Lira haben wir es also mit einem “Mega-Aktiencrash” zu tun. Dabei war das Land früher ein wahrer Outperformer, ein Aktienstar. In seiner Amtszeit als Ministerpräsident ab 2002 hat ein gewisser Herr Erdogan eine marode türkische Volkswirtschaft mit harten Wirtschaftsreformen in eine blühende Landschaft verwandelt. Doch dann wiederholten sich die typischen Fehler von Schwellenländern. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Neue Bestmarke von Fonds Finanz

Der Münchner Maklerpool Fonds Finanz meldet einen positiven Verlauf für das Geschäftsjahr 2017 mit erneut gestiegenem Umsatz.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt-Börse forciert ihre Erstmarkt-Aktivität

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG hat ihre Website Erstmarkt.de einem Relaunch unterzogen und unternimmt einen Neustart mit zunächst fünf Fonds. Zielsetzung ist der Online-Vertrieb neuer Publikums-AIFs.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...