20. September 2018, 07:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Warum der US-Handelskrieg eine Chance für die EU ist

Amerikas saure, nicht süße Handelspolitik zwingt China, Alternativen zu suchen. So belebt Peking die eurasische Seidenstraße wieder und holt Russland mit ins Boot. Beide Länder verbindet sicher keine Liebesbeziehung, aber für eine Vernunftehe gegen den gemeinsamen Feind USA reicht es allemal. Könnte man auch noch Europa anbinden, würde sich der bislang zeitintensive Seeweg chinesischer Exporte in die westliche Welt erheblich verkürzen. Die Halver-Kolumne

Halver-Robert-Baader-Bank-BBO4957 in Warum der US-Handelskrieg eine Chance für die EU ist

Robert Halver, Baader Bank: “Schadenfreude an einer im Extremfall amerikanischen Totalbezollung chinesischer Exporte kann die EU nicht haben.”

Auch mit seinen umfangreichen Investitionen in Afrika geht es China um politische Einflussnahme und natürlich um die Sicherung von Rohstoffen. Doch China denkt noch viel weiter. Bei Rohstoffen geht es auch um die Währungshoheit. In den 70er Jahren haben es die USA geschafft, den Dollar zuerst beim Öl und später bei allen Rohstoffen als Recheneinheit durchzusetzen. Wer irgendwo auf der Welt Rohstoffe kauft, tut dies in Dollar und gibt insofern Amerika ungefragt Kredit. Das machte den US-Dollar zur unangreifbaren Weltleitwährung, zum sicheren Hafen.

Wann der Dollar seine Allmacht verliert

Das muss jedoch nicht für alle Zeit in Stein gemeißelt sein. Sollte China “seine” Rohstoffe in einer Alternativwährung oder sogar in Yuan handeln, würde der Dollar seine Allmacht verlieren. Das bliebe nicht ohne Folgen für die bislang problemlose Finanzierung der gigantischen amerikanischen Kreditblase. Und tatsächlich sind erste chinesische Ambitionen bereits erkennbar.

Nebenwirkungen amerikanischer Handelssaktionen

Nicht zuletzt könnten sich die starken Schwellenländer aus Asien einem immer stärker werdenden China mehr zugeneigt zeigen als dem im Pazifikraum noch dominierenden Platzhirsch Amerika. Als Exportnationen sind sie von den Nebenwirkungen der amerikanischen Handelssanktionen gegen China sicherlich nicht entzückt.

Seite zwei: Wenn zwei sich streiten, hat Europa als Dritter keinen Grund, sich zu freuen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Kompositversicherung: Neue Konkurrenz durch digitale “Ökosysteme”

Digitale ‘Ökosysteme‘ der großen Technologie- und Internetkonzerne werden das Komposit-Privatkundengeschäft in Deutschland in den nächsten Jahren entscheidend prägen und bald einen Großteil der Gewinne beanspruchen. Der Wettbewerb wird sich dadurch deutlich verschärfen.

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Verfehlte Wohnungspolitik lässt Zahlen sinken

Einmal mehr sind nach Erhebung des Statistischen Bundesamts die Zahlen für Baugenehmigungen in Deutschland erneut gesunken. Eine dramatische Entwicklung meint der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.

mehr ...

Investmentfonds

Verschärfter Handelskonflikt wird globale Wachstumserholung verzögern, aber nicht verhindern

Die Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China führt zu einer länger anhaltenden Handelsunsicherheit und wird das Vertrauen der Unternehmen und die Investitionen belasten. Beide Staaten dürften aber weiter an einem Abkommen interessiert sein, die von NN IP erwartete globale Erholung könnte sich jedoch etwas verzögern.  Ein Gastbeitrag von NN Investment Partners.

mehr ...

Berater

P&R: Vertriebshaftung wegen Anschreiben

Das Landgericht Berlin hat einen Finanzdienstleister zur Rückabwicklung der Investition eines Anlegers bei dem inzwischen insolventen Container-Anbieter P&R verurteilt. Zum Verhängnis wurde dem Vertrieb ein unbedachter Satz in einem Anschreiben.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A-“ für ProReal Deutschland 7

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die von der One Group aus Hamburg konzipierte Vermögensanlage ProReal Deutschland 7 mit insgesamt 77 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A-).

mehr ...

Recht

Bundesrat sagt ja zu E-Scootern 
- Das müssen Sie beachten

E-Scooter liegen voll im Trend. Neben den USA haben viele europäische Länder die elektrischen Tretroller bereits zugelassen. Nun zieht Deutschland nach. Am 3. April dieses Jahres hatte das Bundeskabinett die Zulassung von Tretrollern mit Elektromotor beschlossen. Heute folgte der Bundesrat. Arag Rechtsexperte und Rechtsanwalt Tobias Klingelhöfer erklärt, worauf man als Fahrer zu achten hat.

mehr ...