16. Oktober 2018, 07:45
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Der Grund für sinkende Kurse

Die Analysten bleiben optimistisch, aber Anleger werden pessimistischer. Das ist ein Grund für sinkende Kurse am Aktienmarkt. Doch nicht nur dieser ist betroffen. Wie sich die unterschiedlichen Einschätzungen auswirken und welche weiteren Faktoren die Märkte dämpfen.

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Misstrauische Anleger sind nur ein Grund für sinkende Märkte.

Anleger verlangen höhere Risikoprämien, das hat zu sinkenden Kursen am Aktienmarkt geführt. Analysten hätten ihre Erwartungen zur Entwicklung der Unternehmensgewinne nicht deutlich geändert. Dieser Ansicht ist Columbia Threadneedle Investments.

“Es könnte sein, dass Analysten und Anleger unterschiedliche Ansichten darüber haben, wie die Welt sich künftig drehen wird”, sagt Toby Nangle, Globaler Leiter der Asset-Allokation und Leiter des Bereiches Multi-Asset in der Region Europa, Naher Osten und Afrika bei Columbia Threadneedle.

Risikoprämien steigen auch auf Anleihenmärkten

“Analysten mögen eher in gehobener Stimmung sein. Aber Anleger können dennoch im Großen und Ganzen glauben, dass sich die Dinge deutlich zum Schlechteren wenden werden. Innerhalb des Aktienmarktes waren Branchen mit langfristigsten Cashflows besonders betroffen”, sagt Nangle. “Dazu gehören typischerweise Wachstums-Aktien, die Anleger als Gewinn-Ansammler kaufen.”

Anleger würden nicht nur für Aktien höhere Risikoprämien verlangen, sondern auch für Staats- und Unternehmensanleihen. Ein Grund für den Verkauf von Anleihen ist laut Nangle die Stärke der US-Wirtschaft. Ein weiterer Grund sei, dass dem Markt die US-Politik missfalle. Beispiele dafür seien die Steuerreform nach einem langjährigen Aufschwung und die Handelspolitik.

“Als mittel- bis langfristig orientierte Anleger beobachten wir den Anstieg der Risikoprämien mit Vorsicht. Zwar bieten sich uns gute künftige Cashflows nun zu einem niedrigeren Preis. Aber wir sind unsicher, wo die Anleihenrenditen und die Bewertungen der Anlageklassen im Allgemeinen schließlich landen werden”, so Nangel. Einerseits lege das globale Wirtschaftswachstum nicht zu, andererseits erscheine die fundamentale Stärke intakt.

Foto: Shutterstock

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