26. April 2018, 05:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Kosten des Betrugs

US-Präsident Donald Trump will weniger Regulierung, aber dafür drastischere Strafen für Betrüger. Wie so oft waren seine Twitter-Follower die ersten, die davon erfahren haben. Die Folgen dieses Vorhabens bekommt unter anderem Warren Buffett zu spüren.

Trump in Die Kosten des Betrugs

“Ich werde die Regulierung kappen, aber drastischere Strafen durchsetzen, wenn man beim Betrügen erwischt wird”, twittert Donald Trump zum Fall der Großbank Wells Fargo.

Will der Staat Kriminalität reduzieren, kann er an zwei Hebeln ansetzen: an der Kontrolle und Aufklärung sowie der Strafhöhe. Je wahrscheinlicher es ist, dass Straftaten entdeckt oder gar verhindert werden, desto geringer muss die Strafhöhe sein, um potenzielle Täter abzuschrecken.

Kontrolle und Aufklärung sind jedoch nicht kostenfrei. Scheut der Staat diese Ausgaben und es wird folglich unwahrscheinlich, entdeckt zu werden, können nur hohe Strafen abschrecken. Steigen die zu erwartenden Kosten des Täters, lohnen sich Straftaten nicht mehr. Das gilt auch für Finanzinstitute, die planen, sich gegenseitig oder ihre Kunden zu betrügen.

Höhere Strafen sind günstiger als mehr Regulierung

Mehr Regulierung, also strengere Regeln und Dokumentationspflichten können es Banken erschweren, zu betrügen, sind aber für Regulator und Regulierten teuer. Günstiger wäre es, die Strafen zu erhöhen. Auch wenn es politische und moralische Gegenargumente gibt, ökonomisch lassen sich hohe Strafen gut begründen.

Die Politik des US-Präsident Donald Trumps folgt selten wirtschaftlichen Theorien. Das offensichtlichste Beispiel ist die protektionistische “America first”-Handelspolitik, die allein einigen wenigen Unternehmen nützt.

Umso erstaunlicher, dass Trump im Dezember getwittert hat, dass er weniger Regulierung, aber härtere Strafen für die Ertappten, durchsetzen will. Es ist wahrscheinlich, dass er damit keine wirtschaftlichen, sondern politische Motive verfolgt.

Die Wells Fargo Skandale

Trumps Tweet bezieht sich auf die Vergehen der drittgrößten amerikanische Bank, Wells Fargo. Noch 2016 hatte die Bank einen guten Ruf, bis öffentlich wurde, dass sie über drei Millionen gebührenpflichtige Scheinkonten im Namen ihrer Kunden eröffnet hatte, ohne deren Einwilligung. Inzwischen wurde weitere Verfehlungen bekannt.

Seite zwei: Trumps Tweet bedeutet schlechte Nachrichten für Warren Buffett

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Ja gut das ist eine Meinung und nicht einmal schlecht, finde ich. Die EU aber reguliert und reguliert und es wird bleiben wie es immer war. Die Großen werden weiter machen was sie wollen u.a. die Politiker werden weiter ihre Nebeneinnahmen haben dadurch und die Kleinen werden u.a. kaputt reguliert um dem Volk zu zeigen seht her wir wollen für mehr Transparenz und Ehrlichkeit sorgen in der EU. Wer das noch glaubt und erst Recht in der aktuellen EU der glaubt auch an den Klapperstorch, ist meine Meinung.

    Kommentar von Winfried Stangl — 27. April 2018 @ 11:43

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ruhestand: Wohin mit den Rücklagen?

Einer aktuellen Umfrage der Postbank zufolge haben sich 62 Prozent der deutschen Rentner ein finanzielles Polster für den Lebensabend aufgebaut. Wie legt man diesen Vorrat im Alter am besten an und wie verbraucht man ihn sinnvoll?

mehr ...

Immobilien

Baubranche: Boom setzt sich fort – Genehmigungen stagnieren

Im deutschen Bauhauptgewerbe geht die gute Konjunktur weiter. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Januar registrierten die Betriebe im Februar den höchsten jemals gemessenen Neuauftragswert für diesen Monat.

mehr ...

Investmentfonds

EY: Dax-Konzerne verdienen insgesamt weniger

Die Konjunkturabkühlung hinterlässt Spuren in den Bilanzen der deutschen Börsenschwergewichte. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

mehr ...

Berater

“Kaiser ohne Kleider”: Kritik an Scholz nach geplatzter Fusion

Für Olaf Scholz (SPD) ist es eine mehr als unangenehme Nachricht: Die Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank ist geplatzt – ein Projekt, für das sich der Finanzminister ungewöhnlich weit aus dem Fenster gelehnt hatte.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...