Die Kosten des Betrugs

Die Bank hat nach Berichten von „CNN Money“ Kunden unter anderem Autoversicherungen aufgedrängt, die sie nicht brauchten, und Hypothekenkunden unberechtigte Gebühren berechnet. Das Justizministerium und Aufsichtsbehörden haben nach Angaben der „FAZ“ gegen die Bank mehrere Strafen in Höhe von insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar verhängt.

Quelle: Twitter

Im Dezember 2017 berichtete die Nachrichtenagentur „Reuters“ darüber, dass Mick Mulvaney, einen Vergleich überprüft, nach dem Wells Fargo einen zweistelligen Millionenbetrag bezahlen müsste, um den Hypothekenbetrug zu begleichen. Auf diese Meldung reagierte Trump mit dem schon erwähnten Tweet.

Mulvaney ist Direktor des Amtes für Verwaltung und Haushaltswesen und von Trump eingesetzt, um das „Consumer Financial Protection Bureau“ (CFPB) zu leiten, die Verbraucherschutzbehörde für Finanzen. Mulvaney bezeichnet die Behörde, die er selbst leitet, als“aggressiven Wachhund der Konsumenten“, die „auf dem Kapitalismus herumtrampelt“.

Trumps Tweet

Die Worte, mit denen Trump die CFPB bezeichnet sind nicht freundlicher: „Desaster“, das Banken „verwüstet“. Und so passt auch sein Tweet ins Bild: „Strafgebühren und Sanktionen gegen die Wells Fargo Bank wegen ihrer schlechten Taten gegenüber Kunden und anderer werden nicht fallengelassen, wie fälschlicherweise berichtet, sondern verfolgt und, wenn überhaupt, deutlich erhöht. Ich werde die Regulierung kappen, aber drastischere Strafen durchsetzen, wenn man beim Betrügen erwischt wird.“

Weniger Regulierung, dafür härtere Strafen. Gute Nachrichten für Steuerzahler,  schlechte Nachrichten für Warren Buffett, CEO von Berkshire Hathaway, Wells Fargo ist eine der größten Beteiligungen seiner Gesellschaft.

Schlechte Nachrichten für Warren Buffett

Es bleibt nicht bei Strafgebühren. Im Februar habe die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) verfügt, „dass das Institut seine Bilanzsumme von zuletzt 1,95 Billionen US-Dollar erst wieder steigern dürfe, wenn sie ihre Unternehmensführung und Kontrollen ausreichend verbessere“, schreibt die „FAZ“.

Daraufhin habe Buffetts Geschäftspartner Charlie Munger auf einer Versammlung von Investoren geäußert, dass es Zeit sei, dass die Regulierungsbehörden von der Bank „abließen“, sie korrigiere ihre Fehler und werde am Ende besser dastehen.

Doch es scheint, als ob sich der Wunsch nicht erfülle. „CNN Money“ berichtete am Dienstag, dass Mulvaneys CFPB und die Banken Aufsichtsbehörde „The Comptroller of the Currency“ am 20. April angekündigt haben, dass sie Wells Fargo mit einer Geldstrafe von einer Milliarde wegen der Hypothek- und Autoversicherung-Verstöße belegen. Zudem ermittelt laut der „FAZ“ das Justizministerium und Börsenaufsicht gegen die Vermögensverwaltung der Bank. (kl)

Foto: Twitter

 

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