14. März 2018, 11:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Draghi belastet Euro

Draghi kündigt an, die expansive Geldpolitik fortzusetzen und drückt damit den Euro-Wechselkurs. Zuvor profitierte der Euro noch von der Schwäche des US-Dollars. Die amerikanische Währung leidet unter anderem unter Trumps chaotischer Politik.

Draghi in Draghi belastet Euro

Mario Draghi: “Geldpolitik in der Eurozone muss geduldig und beharrlich sein.”

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch nach einer Rede des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, gesunken. Im Vormittagshandel rutschte die Gemeinschaftswährung auf ein Tagestief von 1,2364 US-Dollar, konnte sich dann aber wieder bis auf 1,2378 Dollar erholen.

Am Morgen wurde der Euro noch an der Marke von 1,24 US-Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,2378 Dollar festgesetzt.

Inflation weiter unter Zielwert

Draghi hatte am Morgen in einer Rede in Frankfurt erneut keine schnelle Änderung der extrem lockeren Geldpolitik in Aussicht gestellt und damit den Euro belastet. Der Notenbankchef sagte, dass die Inflation in der Eurozone trotz eines robusten Aufschwungs weiter gedämpft bleibe. Nach Einschätzung von Draghi wird die Preisentwicklung unter anderem durch die Eurostärke gebremst. Ein starker Euro verbilligt Waren, die importiert werden.

Die EZB werde ihre extrem lockere Geldpolitik erst dann etwas zurücknehmen, wenn sich die Inflationsentwicklung nachhaltig ihrem Preisziel annähere, sagte Draghi. Er machte abermals deutlich, dass die Geldpolitik in der Eurozone “geduldig und beharrlich” sein muss.

“US-Administration versinkt im Chaos”

Bis zu den Aussagen Draghis hatte der Euro noch von der Schwäche des Dollars profitiert. Die US-Währung wurde durch die jüngste politische Entwicklung in Washington belastet. US-Präsident Donald Trump hatte seinen Außenminister Rex Tillerson durch CIA-Chef Mike Pompeo ersetzt.

Der Personalwechsel reiht sich ein in zahlreiche Rücktritte und Entlassungen in Trumps Administration. “Die US-Administration versinkt tiefer im Chaos”, kommentierte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank die jüngste Entwicklung. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Concordia Versicherungen leiten Vorstandswechsel ein

Bei den Concordia Versicherungen kündigt sich für 2020 ein Führungswechsel an: Nach über 25 Jahren, davon 18 Jahre an der Spitze der Concordia, wird Dr. Heiner Feldhaus zum 29. Februar 2020 die Leitung des Konzerns übergeben und sich in den Ruhestand verabschieden.

mehr ...

Immobilien

Wo Düsseldorf Köln beim Immobilienkauf abhängt – und umgekehrt

Welche rheinische Großstadt liegt beim Immobilienkauf vorne: Düsseldorf oder Köln? Der Baufinanzierer Hüttig & Rompf analysiert in seinem neuen Marktreport „Immobilienfinanzierung Köln / Düsseldorf“ die typischen Käufer in beiden Städten. 
mehr ...

Investmentfonds

Moventum: Defensivere Ausrichtung der Portfolios

Moventum Asset Management richtet seine Portfolios angesichts der steigenden Risiken defensiver aus. Das wurde nach der quartalsweisen Asset-Allokation-Konferenz beschlossen. „Die Weltwirtschaft wächst langsamer, das Risiko einer Rezession hat signifikant zugenommen“, sagt Sascha Werner, Portfoliomanager bei Moventum AM.

mehr ...

Berater

Zinstief drückt Bankgewinne – womöglich Strafzinsen für mehr Kunden

Das Zinstief wird zur Dauerbelastung für Deutschlands Banken und Sparkassen – und könnte bald auch zu Lasten von mehr Kunden gehen. Ein weiterer Rückgang der Gewinne der Institute in den nächsten Jahren sei “sehr wahrscheinlich”, stellten die Finanzaufsicht Bafin und die Deutsche Bundesbank am Montag fest.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

ifo Institut sieht Licht und Schatten im Klimapaket

Das ifo Institut sieht im Klimapaket Licht und Schatten. Die CO2-Bepreisung über Zertifikate sei der richtige Weg. Die Vorgabe von festen CO2-Preisen bis 2025 sei jedoch mit einem funktionierenden Zertifikatesystem unvereinbar. Ein Kommentar von Clemens Füst, Präsident des ifo Instituts.

mehr ...