3. Dezember 2018, 07:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ende des Preisverfalls am Ölmarkt

Der Sturz der Ölpreise war überzogen. Auch wenn Händler mit sinkenden Ölkursen rechnen, bieten sich Renditechancen. Anlegern sollten den Ölmärkten aus folgenden Gründen noch nicht den Rücken kehren: Gastbeitrag von Randy Cutler, Fidelity

Deutsche-Oel-Gas-KLU-Plattform in Ende des Preisverfalls am Ölmarkt

Förderplattform im Fördergebiet “Kitchen Lights Unit” der Deutschen Öl & Gas in Südalaska.

Seit Anfang Oktober ist der Ölpreis nach seinem Höhenflug um rund 25 Prozent abgestürzt.Grund ist die Unsicherheit aufgrund der Iran-Sanktionen, der schwächelnden globalen Konjunktur und Sorgen um China. Inzwischen ist das Ausmaß der Korrekturen aber überzogen.

Zeichen für Trendwende beim Ölpreis

Auch wenn Händler über längere Sicht mit fallenden Preisen rechnen, ist die Kurve am Öl-Terminmarkt für 2019 nach oben gerichtet (Contango). Das heißt, die Futures notieren über den Kassakursen. Ein weiteres Indiz für eine mögliche Trendwende ist, dass der Relative-Stärke-Index inzwischen im überverkauften Bereich notiert.

Sollte die Opec Anfang Dezember die Fördermengen kürzen, dürften wir mit unserer Schätzung von 70 US-Dollar für Brent und fünf bis zehn US-Dollar weniger für WTI wohl richtig liegen. Im ersten Quartal ist die Nachfrage meist am geringsten, sodass das Angebot dementsprechend gedrosselt werden muss. Dazu scheint die Opec bereit zu sein.

Preis von 30 US-Dollar je Barrel unwahrscheinlich

Auch wenn alles möglich ist, halten wir die Rückkehr zu einem Ölpreis von 30 US-Dollar für äußerst unwahrscheinlich, da die Opec Lehren aus der letzten Baisse gezogen hat. Trotz niedrigerer Preise wurde die US-Schieferproduktion nicht gedrosselt.

Stattdessen optimierten die Unternehmen ihre Kostenstruktur und kurbelten ihre Innovationstätigkeit an. Nahezu alle von uns analysierten Unternehmen gehen bei ihren Planungen von 50 US-Dollar für WTI-Rohöl aus, da ihre Kostenstrukturen auf diesem Niveau solide Einnahmen versprechen.

Wir glauben nicht, dass die Firmen in den USA wie in der Vergangenheit Wachstum um jeden Preis wollen. Ihre Anlegerbasis haben sie damit zu oft verprellt. Freie Cashflows dürften sie daher wohl eher für Dividendenausschüttungen, Aktienrückkäufe und den Schuldenabbau verwenden.

Randy Cutler, Senior Credit Analyst für Rohstoffunternehmen bei Fidelity

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Heß, WWK: „Verzahnung von Vertrieb und Marketing ist essentiell“

Die WWK hat Thomas Heß zum Bereichsleiter des Marketings der WWK und zum Organisationsdirektor für die neu geschaffene Sonderdirektion des WWK Partnervertriebs ernannt. Cash. sprach mit dem ausgewiesenen Marketing- und Vertriebsexperten über das enorme Aufgabenspektrum, den Erfolg bei Riester und die Herausforderungen im Markt.

mehr ...

Immobilien

Squeeze-out bei der Isaria Wohnbau AG

Die Hauptaktionärin der Isaria Wohnbau AG, ein mit dem US-amerikanischen Lone Star Funds verbundenes Unternehmen, will die Isaria komplett übernehmen und initiiert ein “Squeeze-out”, also das Herausdrängen der Minderheitsaktionäre.

mehr ...

Investmentfonds

Die größten Unternehmen zahlen am wenigsten Steuern

Das globale Steuersystem belohnt die Unternehmen beim Erreichen einer Größe, was sich eigentlich negativ auf die Gesellschaft selbst auswirkt, weil dadurch die Ungleichheit gefördert wird, ein wichtiger Vektor für die Verbreitung des Coronavirus. Ein Beitrag von Dr. Sandy Brian Hager und Joseph Baines.

mehr ...

Berater

Versicherung gegen Betriebsschließung: “Keine unbedachten Entscheidungen treffen”

Im Rahmen des jüngsten Streits um das Thema Betriebsschließungsversicherungen zwischen Versicherern und Versicherten, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, nehmen Stephan Michaelis und Boris-Jonas Glameyer von der Kanzlei Michaelis aus Hamburg Stellung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsches Solar-Unternehmen Hep kauft US-Projektentwickler

Der Entwickler von Solarparks und Fondsanbieter Hep aus Güglingen kauft den US-amerikanischen Projektentwickler Peak Clean Ernergie mit einer Projektpipeline von mehr als 4.000 Megawatt – inklusive 400 Megawatt Projekte nahe Baureife. Zugriff darauf hat zunächst ein aktueller Hep-Spezialfonds.

mehr ...

Recht

Zahlungsnot durch Corona: So sparen Versicherte jetzt Kosten

Die Corona-Krise versetzt viele Menschen in Zahlungsprobleme. Einige Versicherer reagieren mit Kulanzregeln und Sonderlösungen. Die besten Tipps: So sparen Versicherte jetzt Kosten.

mehr ...