8. August 2018, 12:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Finanzmärkte stellen Anlegern neue Aufgaben

Die gemütlichen Zeiten an den Finanzmärkten sind vorüber. Auch wenn die neuen Bedingungen die globale Konjunktur zunächst nicht abwürgen, gibt es Risiken. Anleger sollten sich auf zwei Negativszenarien vorbereiten. 

Anleger-analyse-investieren-charts-investor-shutterstock 601834022 in Finanzmärkte stellen Anlegern neue Aufgaben

Trotz der scheinbar robusten Konjunkturdaten droht Überhitzung und ein Ende des Aufschwungs an den internationalen Finanzmärkten.

Die vergangenen Jahre waren vergleichsweise gemütliche Zeiten für Akteure an den internationalen Finanzmärkten: Die expansive Geldpolitik und die robuste globale Konjunktur stützten die Kurse. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins bereits mehrfach erhöht und auch die Europäische Zentralbank EZB bereitet das Ende ihrer Niedrigzinspolitik vor. Hinzu kommen die Handelskonflikte, die US-Präsident Donald Trump gestartet hat.  Das schlug sich in den vergangenen Monaten bereits in deutlich höheren Kursschwankungen nieder.

Konjunktur bleibt robust

“Gleichwohl zeigt sich die Konjunktur weiterhin robust. So erwarten wir für die USA im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent, für die Eurozone immerhin noch 2,3 Prozent”, sagt Serge Pizem, Head of Multi-Asset-Investments bei Axa IM.

Die erschwerten Bedingungen würden die Weltwirtschaft nicht abwürgen, das werde sich in einem weiterhin starken Wachstum in den USA zeigen, darin, dass die Eurozone weiterhin über Potenzial wachse und sich die Konjunktur in Großbritannien, China und Japan nur moderat abschwäche. Zugleich sollten die Inflation und die Zinsen eher langsam steigen und sich die Spreads von Unternehmensanleihen nur moderat ausweiten.

Überhitzung und Ende des Wirtschaftswachstums

Doch gebe es Risiken zu beachten, die sich in zwei Negativszenarien niederschlagen. “Das erste ist eine mögliche Überhitzung der Konjunktur mit rasch steigender Inflation, nach oben schießenden Anleiherenditen, hoher Volatilität und Abverkäufen von Emerging-Markets-Titeln. Das zweite ist ein Ende des Wirtschaftswachstums mit sinkenden Wachstums- und Inflationserwartungen, einem Ende der geldpolitischen Straffung, fallenden Aktien-, aber steigenden Staatsanleihekursen”, so Pizem. Vorteile ausspielen

In solch einem schwierigen Umfeld können Multi-Asset-Strategien ihre Vorteile ausspielen. “Die Kombination unterschiedlicher Anlageklassen macht es möglich, so flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen zu reagieren wie nötig. Risiken können gemanagt, Chancen gezielt genutzt werden. Wichtig ist dabei insbesondere ein aktives Risikomanagement”, sagt Pizem. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Coronakrise: Welche Versicherungsverträge besonders gefährdet sind

Fast jeder vierte Bundesbürger hat derzeit weniger Geld zur Verfügung als vor der Corona-Pandemie. Zugleich zeigen sich viele Verbraucher sparaktiver als vor der Krise – allen voran jüngere Menschen. Das hat Folgen, auch für Versicherungsverträge. Welche Policen besonders gefährdet sind.

mehr ...

Immobilien

Wird der Immobilienkauf durch Corona schwieriger?

Höhere Preise, knappes Angebot – und jetzt auch noch Corona: Gut jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent) vertritt die Meinung, dass der Erwerb von Wohneigentum in den vergangenen zehn Jahren schwieriger geworden ist. Drei Viertel glauben, dass es durch die Corona-Krise sogar noch schwerer werden wird, den Traum vom eigenen Zuhause zu verwirklichen. Insgesamt machen sich zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) aktuell Sorgen über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Interhyp mit Statista unter 1.000 Bundesbürgern.

mehr ...

Investmentfonds

Klage gegen EY auf 195 Millionen Euro Schadensersatz

Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen “Cum-Ex”-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

mehr ...

Berater

Trägt ein Erbe alle finanziellen Risiken?

Kann der Erbe einen Pflichtteilsanspruch wegen einer strittigen Forderung noch nicht abschließend beziffern, muss er den Pflichtteilsanspruch trotzdem ausgleichen. Das Risiko, einen überzahlten Betrag nicht mehr zurückfordern zu können, trägt der Erbe, entschied das OLG Koblenz in seinem Beschluss vom 14.8.2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

US Treuhand bringt neuen US-Publikumsfonds

Die US Treuhand legt mit dem „UST XXV“ einen neuen Fonds für private Investoren auf. Über den Alternativen Investmentfonds (AIF) können sich deutsche Anleger ab einer Anlagesumme von 20.000 US-Dollar an Immobilien in Metropolregionen überwiegend im Südosten der USA beteiligen.

mehr ...

Recht

Weiterbildungspflicht – ohne Ausreden!

Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Maklerin in Franken absolvierte Weiterbildungszeiten nachweisen muss. Dieser hatte versucht, sich u.a. wegen eines abgeschlossenen zweiten juristischen Staatsexamens dagegen zu wehren. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Ein Beitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...