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18. Juni 2018, 09:47
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Growth hat die Nase vorn

Wachstumswerte haben in den vergangenen fünf Jahren die Performance der Value-Aktien deutlich übertroffen. Sowohl in den Zeiträumen über ein, drei und fünf Jahre liegen die Growth-Titel mittlerweile vorne.

Moventum-Carsten-Gerlinger- -TEAM-UWE-NOELKE-Kopie in Growth hat die Nase vorn

Carsten Gerlinger, Moventum, erkennt eine stärkere Performance von Growth-Aktien in den letzten Jahren.

“Das zeigt, dass es notwendig ist, Portfolios regelmäßig anzuschauen und aktiv zu gestalten”, sagt Carsten Gerlinger, Direktor Asset Management beim Luxemburger Vermögensverwalter Moventum.
Small Cap und Value, so lautet oft das Rezept für erfolgreiches Investieren in Aktien. Eine Kombination, die tatsächlich historisch gesehen die stabilste und beste Performance erzielt hat. “Aber lange Zeitreihen sind natürlich nur eine Seite der Medaille”, sagt Carsten Gerlinger. “Immer wieder gibt es Phasen, in denen diese scheinbare Gesetzmäßigkeit aufgebrochen wird.”

Value-Investoren müssen deutliche Performance-Einbuße hinnehmen

Dabei handelt es sich nicht nur um Tage, Wochen oder Monate, was vielleicht für Trader oder Spekulanten interessant sein könnte. “Wir sehen gerade eine Phase, die seit fünf Jahren anhält und in der die klassischen Value-Investoren eine deutliche Einbuße an Performance gegenüber den Growth-Anlegern hinnehmen müssen”, so Gerlinger. Zwischen dem 1. Mai 2015 und dem 30. April 2018 schafften Value-Titel gemessen am S&P 500 Value TR ein Plus von rund 80 Prozent. Die Wachstumswerte im S&P 500 Growth TR erzielten ein Plus von fast 120 Prozent.

Value braucht aktiven Ansatz

“Das sind Unterschiede in der Performance, die durchaus signifikant sind und den Wert eines Portfolios deutlich steigern können”, sagt Gerlinger. Allerdings bedürfe es hierfür eines aktiven Ansatzes. “Wer beispielsweise nur mit Indexfonds auf Value setzt, wird über die Jahre vielleicht ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen”, so Gerlinger. “Wer aber die Outperformance der Growth-Werte noch mitgenommen hat – und sei es nur zu einem gewissen Anteil im Portfolio, ist einfach besser gefahren.”

Dabei sei Timing an den Märkten nicht wirklich möglich. Verschiebungen zwischen den großen Investmentstielen aber, wie etwa Growth versus Value, sollten Anleger durchaus registrieren und die sich daraus bietenden Chancen mitnehmen. (fm)

Foto: Team Uwe Noelke

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